5?o
Von dem Ackerbaue.
Grundmischung haben, bedürfen nur das ihnen ab-gehende flüchlige alkalische und urinösische Salz, wo-mir dieser Mist am reichlichsten versehen ist, vonZeit zu Zeit ersetzet bekommen. Daher gebrauchetman sich auch deöSchasmistes vornehmlich zu Wei-zen, Lein, Hanf und Kraute, als welche eine sehrschwere und fecre Düngung erfodern; dahingegen derRocken bei) einer fektenDüngung und in nassen Jah-ren sich leicht lagert, und von dem Unkrauts zur Er-de gezogen wird.
") Man kann zwar nicht laugnen, daß eine sonst guteDüngung in gewissen Arten von Feldern nicht alle-mal gute Dienste leisten will. Allein, daß eine solcheDüngung, als der Schafmist ist, in einem großenLande, da so vielerlei) Anen von Erdreiche sind, unüben allen Gelreidcarten ohne Unterschied mehr schäd-lich als nützlich seyn sollte, das scheint mir gar nichtwahrscheinlich zu seyn. Ueberhaupc befleißige, mansich in Oesterreich gar nicht sonderlich aus die Schaf-zucht, die dech aste Oe'onomieverstandige gewiß voreines der nützlichsten und einträglichsten Landlvirth-schafts-Rahrungs-Geschäfftc ballen müssen. Mansollte fast daraus zu schließen genöthiger werden, daßdie Oekonomiewissenschaft daselbst noch nicht denrech-tcn Flor erlanget hat.
§. 545 »
Von der Da die Kretzschmarische Erfindung eines verbiss-en Erfindung sttten Ackerbaues, davon zuerst unter dem Namencines »erbrffer- heZ M-xr-baurättzselS einige Anzeige geschahe, undd^c sich ach diese welche sodann in der darauf folgenden Auflögmg desUrsachen der Ackerbauräthsels völlig bekannt gemacht wurde, ingAmdet.^ ^ unfern Zeiten bey allen fleißigen Landwirthen vielAufsehens gemacht hat; so können wir dieselbe hiernicht mit Stillschweigen übergehen. Das Haupt-werk bey dieser Erfindung kömmt darauf an, daßdie untere Erde, in welche zeither die Wurzeln desGetreides und andere Pflanzengewächse nicht einge-
drunaen