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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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572
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Oie Beschaffen-heit der W tte-rung trägt je-doch zur Frucht-barkeit gleich-falls viel bey.

572 Von dem AckerbtM.

vorgeschlagen worden ist: so muß man sich doch nichteinbilden, als wenn ehedem von dieser Art und Wei-se, die Acclcr in einige mehrere Fruchtbarkeit zu se-tzen, gar nichts bekannt gewesen wäre.' In dem sogenannten sächsischen Land- und Hauswirthschafts-Buche, so iln Jahre izog bey Thomas Fritzschen her-ausgekommen ist, steht die ganze Sache mit klarenWorten geschrieben. Es heißt daselbst auf der gy8-Seite folgenocrgestalt:Oder es kann solches nachlbüringischer Art geschehen, wenn man die Brache ziemlich unte>greifet, worzu aber mehr Pferde gc- hören als sonsten; denn dadurch wird die magereErde unter die gcruhcte, und diese auf jene gelegt,welches denn auch so gut ist, als ein geringesDün- gen. Es muß aber solches alle drey Jahre gesche-ben; doch ist dabey zuzusehen, daß dadurch keine böse Erde herfürkomine. Hier haben wir in we-nig Worten die ganze Beschaffenheit desKrctzschma-rischen Ackcrbaurathscls mit allen seinen Nutzen,Mangeln und Folgen.

§. 546 .

Allein, obgleich die inderErde befindlichen Salz-theilchen die Hauptursache des Wachsthums derPflanzen und mithin der Fruchtbarkeit der Aeckersind: so kann man sie doch nicht als die einzige Ur-sache der Fruchtbarkeit ansehen. Es ist zu gleicherZeit nöthig, daß beständig eine genügsame Warmeund Feuchtigkeit in der Erde sey, welche die Su z-theilchen gehörig eröffnet, ausschließt, in Bewe-gung bringt, und geschickt mache, daß sie in die zar-ten Wurzeln und Zäsergen der Pflanzen eindringen,und von denselben an sich gezogen werden können;und gleichwie man durch physikalische Untersuchungenbefunden hat, daß die Pflanzen in ihren über derErde befindlichen Stengeln, Zweigen und Blättern,beständig ausdünsten: so weiß man auch, daß siedie Feuchtigkeit und salzigten Theilchen aus der Lustan sich ziehen; wie denn ein beständiger Umlauf des

Nah.