Oie Beschaffen-heit der W tte-rung trägt je-doch zur Frucht-barkeit gleich-falls viel bey.
572 Von dem AckerbtM.
vorgeschlagen worden ist: so muß man sich doch nichteinbilden, als wenn ehedem von dieser Art und Wei-se, die Acclcr in einige mehrere Fruchtbarkeit zu se-tzen, gar nichts bekannt gewesen wäre.' In dem sogenannten sächsischen Land- und Hauswirthschafts-Buche, so iln Jahre izog bey Thomas Fritzschen her-ausgekommen ist, steht die ganze Sache mit klarenWorten geschrieben. Es heißt daselbst auf der gy8-Seite folgenocrgestalt: „Oder es kann solches nach„lbüringischer Art geschehen, wenn man die Brache„ ziemlich unte>greifet, worzu aber mehr Pferde gc-„ hören als sonsten; denn dadurch wird die magere„Erde unter die gcruhcte, und diese auf jene gelegt,„welches denn auch so gut ist, als ein geringesDün-„ gen. Es muß aber solches alle drey Jahre gesche-„ben; doch ist dabey zuzusehen, daß dadurch keine„ böse Erde herfürkomine. „ Hier haben wir in we-nig Worten die ganze Beschaffenheit desKrctzschma-rischen Ackcrbaurathscls mit allen seinen Nutzen,Mangeln und Folgen.
§. 546 .
Allein, obgleich die inderErde befindlichen Salz-theilchen die Hauptursache des Wachsthums derPflanzen und mithin der Fruchtbarkeit der Aeckersind: so kann man sie doch nicht als die einzige Ur-sache der Fruchtbarkeit ansehen. Es ist zu gleicherZeit nöthig, daß beständig eine genügsame Warmeund Feuchtigkeit in der Erde sey, welche die Su z-theilchen gehörig eröffnet, ausschließt, in Bewe-gung bringt, und geschickt mache, daß sie in die zar-ten Wurzeln und Zäsergen der Pflanzen eindringen,und von denselben an sich gezogen werden können;und gleichwie man durch physikalische Untersuchungenbefunden hat, daß die Pflanzen in ihren über derErde befindlichen Stengeln, Zweigen und Blättern,beständig ausdünsten: so weiß man auch, daß siedie Feuchtigkeit und salzigten Theilchen aus der Lustan sich ziehen; wie denn ein beständiger Umlauf des
Nah.