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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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573
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Von dem Ackerbaue.

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NahrringssafteS in ihnen vorgeht. Es istalso leichtzu, erachte», daß der Regen und Sonnenschein, undüberhaupt die Beschaffenheit der Luft und der Witte,rung gar stark mitwirkende Ursachen der Fruchtbar-keit sind. Nun hat zwar ein Landwirth die Witte-rung nicht in seiner Gewalt, daher auch gar öftersMiSwochS zu entstehen pflegt, entweder allgemeinin allen Gecreideapten, oder in dieser oder jenen be-sondern Sorre. Allein, dem ungeachtet kann sich einvernünftiger Landwirth großen Vortheil zuwege brin.gen, wenn er auf dieWitterung in seinem Ackerbauden gehörigen Betracht zu machen weiß. Vornehm,ljch soll der Saame nie in allzu naffeS und allzukrock-nes Erdreich gesaet werden; und eben dieses mußman bey dem Pflügen beobachten. Besonders stlldas Drachen geschehen, wenn nach genugsam aus-getrockneter Wincerseuchtigkeit ein guter Regen er-folget rst.

§- 547.

Ob zwar die durch das Wachsthum des Pflanzen Den der Ursacheaus der Erde gezogenen Salztheilchen durch die Dün- RuAerAecker^gung wieder ersehet werde»: so kann doch die Dün- und der dahergung nicht so häufig geschehen, daß dieser Abgang ^lung"'^beständig wieder ersehet werden könnte, weil man Felder,nicht mehr Vieh halten kann, als die Proportion,nach der Größe und Beschaffenheit des Landguts lei-det. Daher hat man allenthalben, wo ebnes Landund starker Ackerbau ist, für dienlich befunden, denAeckern zu gewissen Zeiten eine Ruhe und Erholungzu vergönnen, und in der That, da die Lust vollerSalztheilchen ist, wie eine Menge Erfahrungen ge.nugsam bezeugen, die auf den ruhenden Acker wir-ken, wenn er zu dem Ende durch öfteres Pflügen be-ständig mürbe erhalten und vor der Bedeckung mitUnkrauts bewahret wird: so trägt diese Ruhezeit nicht

wenig