578 Von dem Ackerbaue.
ren heißt, und wodurch man den Acker mit demHackenpfluge dieOmeere durchschneidet, wenn es an-ders die Breite des Ackers erlaubet. Viele pflegendieses Rühren zu unterlassen, und davor, um denWachsthum des Unkrauts zu verhindern, und dasErdreich mürbe zu erhalten, den Acker mit der Eggezu überziehen. Endlich geschieht kurz vor Michae.lis, oder darnach das vierte Pflügen, welches Aehrenoder zur Saat pflügen heißt; und zwar pflüget manin trocknen Feldern ein 4 oder 6Tage, in nassen aberein 10 oder igTage vorher, ehe man säen will; undhier muß abermals so rief als bey dem Brachen ge-pflüget, und die Erde hoch an einander geworfen,oder erhabene Beete gemacht werden.
§- ?Z2.
DvndemM- Z„ den künftigen Sommerfrüchten wird das be-Smmmstüch- stePflügenStürzenoderStoppelngenennet, undge-tm. schieht im Oekober oder November, wenn man mit
Bestellung des Wintergetreides zu Stande ist. Manhat die Absicht mit diesem Pflügen die Rocken- oderWeizen-Stoppeln in die Erde zu bringen, damit sieden Winter über faulen, und einigermaaßen zur Dün-gung des AckerS dienen mögen. Sodann geschiehtfrühzeitig im Frühjahre, besonders bey stlchen kle-ckern, in welche Sommergerste gesaet weiden soll,das zweyte Pflügen, welches Wenden oder auch Rüh-ren heißt. Allein, bey denjenigen Acckern,welche Ha-ber tragen sollen, oder wenn der lange anhaltendeFrost und sehr nasse Witterung das Wenden Nicht ge-stattet: so wird der zweyte Pflug so gb ich zur Saatgerichtet, aufdie Art, wie im vorhergehende» §. ge-meldet worden. Denn statt eines nassen und schinie-rigten Pflügens soll man es lieber gar unterlassen,eine Regel, die man allgemein bey dieser Feldarbeitvor Augen haben muß *).
*) Al.