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2 (1758) Die Lehre von dem vernünftigen Gebrauche des Vermögens des Staats, und mithin die eigentliche Cameral- oder Finanz-Wissenschaft in sich begreift / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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251
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Von dem Bergwerks- u.Sülz-Regal. 251

Compaßabcr ist ein Instrument, welches hauptsäch-lich aus einer, aufeiuem Trifte im Gleichgewichte ru-henden, beweglichen Magnetnadel besteht, um welchedie vier Gegenden der Welt und 24 Abtheilungen,welche man Stunden nennet, wie auch auf einen hal-ben Zirkel gemeiniglich noch kleinere Abtheilungen,welche Grade heißen, verzeichnet find; und gleichwiesich die Magnetnadel allemal nach Norden wendet:so ist man vermittelst derselben im Stande, das Strei-chen der Gange unter der Erde richtig zu erkennen.

§. 188.

Nachdem wir nun solchergestalt den Gegenstand DondcmBcrg-des Bergbaues kürzlich vorgestellet haben; so müssen zEvoaSch?-wir uns mit dem Bergbaue selbst in etwas bekannt st», Machen,machen. Nun ist es zwar gewiß, daß das Bergre- weAaftcnundgal vornehmlich in sich schließt, daß der Regent alle Kuxen.

Erzte und Mineralien selbst bauen kann. Allein, wirhaben in dem im ersten Theile befindlichenHauptstückevon Bergwerken genugsam gezeiget, daß es ungleichrathsamer ist, wenn der Landesherr den BergbauPrivatpersonen unter seiner Directien und Anordnungüberlaßt, und zudem Ende ein freyes Bergwerk er-klaret. Das erste also, was Privatpersonen, die ei-nen Bergbau anfangen wollen, unternehmen, ist dasSchürfen, worzu eine Erlaubniß des Bergamtcs er-fordert wird. Schürfen heißt eigentlich die obereDammerde wegräumen, um zu sehen, ob sich nichtHoffnung gebende Klüfte, oder das Ausgehende einesGanges in dem festen Gesteine zeiget; und geschiehtnach gewissen äußerlichen Muthmaßungen undAnzei-gen *), oder nach dem Bergbohrer und der Wünschestruthe, die kein eingebildetes oder abergläubisches Mit-tel ist, wie sich einige einbilden. Findet man nun ei-nen Gang, oder zwey bis drey in einerStunde strei-chende Klüfte, die allemal für einen Gang gelten,

und