Buch 
2 (1758) Die Lehre von dem vernünftigen Gebrauche des Vermögens des Staats, und mithin die eigentliche Cameral- oder Finanz-Wissenschaft in sich begreift / Johann Heinrich Gottlob von Justi
Entstehung
Seite
257
JPEG-Download
 

Don dem Berciverks- u. Salz-Regal. 257

das gute Erzt sehet, das taube Gestein aber von derFluch mit fortgesütret wird. Dieses durch die Wä-sehe erhaltene Erzt nird sodann Schlich genennet, dernach seiner Beschaffenheit und Güte von verschiedenenArten ist. Nach d eser ersten Zubereitung der Erzte,hat man noch eineardere nöthig. Gleichwie nämlichdieselben viele frmde Materien in sich haben, wo-durch die Metalle eben aus ihrer Metallheit geseHeksind (§. 187.); so is es nöthig, die Metalle davon zubefreyen. Dieses geschieht durch das Rösten undBrennen der Erzte und Schliche. Die Erzte werdengemeiniglich unter freyem Himmel, vermittelst darun-ter und darzwischen gelegtem Holze und Kohlen, einoder mehrmalen gerostet, die Schliche aber in beson-dern Hefen gebrennct» ^

§. rgs.

Nach dieser Zubereitung der Erzte, werden sie end- Don den Ar«lich geschmolzen, um die darinnen befindlichen Metalle ^ die Erzte zuvollends von allen fremden Sachen zu scheiden, dcmMceihen?und zu reinigen. Zu dem Ende sind besondereSchmelzhütten erbauet, worzu die Plaße, Aufschlage-waffer, welche die Bälge oder das dabey nöthige Ge-bläse treiben, und andere Mittel von dem Landesherrnund seinen Berggerichten angewiesen werden. Manhat aber zum Schmelzen der Erzte eigentlich dreyer-ley Arten von Hefen, die nach den verschiedenen Me-tallen gebrauchet werden, nämlich hohe, krumme undStichöfen, die aber hiernicht beschrieben werden kön-nen; und es giebt zweyerley Arten des Schmelzens,das Rohschmetzen und das Verbleyen. Das Roh-schmelzen wird mitgeringhaltigen ErZten durch Hülfedes Kieses, eines schwefelhaftigen und eisenhaltigenMinerals, vorgenommen; da denn ein so genannterRohstein erhalten wird, in welchem der Gehalt desErztes mehr in die Enge gebracht ist; der aber her«Canieralwrssensch.HTH. R nach