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2 (1758) Die Lehre von dem vernünftigen Gebrauche des Vermögens des Staats, und mithin die eigentliche Cameral- oder Finanz-Wissenschaft in sich begreift / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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Von dcm Bergwerks- u. Salz-Regal. 259

ter herauf als das Spießglas und Wißmuth-Erzt.Andere aber bedürfenweitläuftigerWerke undAnstal»ken, wenn sie zu gut gemachet werden sollen. Diesessind entweder Siedwerke, oder Anstalten, wodurchman das flüchtigeWesen dieserMineralien übertreibt,auffängt, und Kanfmanns-Waare daraus machet,oder es sind abermals Schmelzwerke. Die Sied-werke, da wir von den Salzwerken unten besondershandeln werden, bestehen vornehmlich in den Vitriol-und Alaun Siedereyen. Der Vitriol und Alaun wirdanö Kieß, Alaunerzt, Alaunschiefern und Erdegesod-ten, nachdem man diese Mineralien gemeiniglich vor-her geröstet, und eine langeZeit in derLuft zur An-schwangerung liegen lassen. Die andere Art dieserWerke, besteht in den Quecksilber- Schwefel- Rausch-geel- und Arsenik-Hütten. Das Quecksilber und derSchwefel, werden in großen irdenen oder eisernen Re-torten aus ihren Minern heraus und übergetrieben.Der Rauschgeel und Arsenik aber werden vermöge ih-rer Flüchtigkeit, nach Art einer Sublimation aufge-fangen, und zu gut gemachet. Die Schmelzwerkeaber, die wir hier zu betrachten haben, sind vornehm-lich die Meßinghütten und Blaufarben-Werke. DerMeßing wirdaus dem Kupfer durch Zusah des Galt»mey, oder Zinkes, gemachet; die blaue Farbe aber,oder Schmälte, wird aus Kobald,mit ZusetzungSan»des oder Kieselsteine,und eines alkalischen Salzes ver-fertiget. Hieraus nun entstehen eine Menge WaarenundProducte, wie denn die unedlen Metalle selbst eineansehnliche ffaufmanns-Waare sind; und man kannalso leicht erachten, wie ungemein viel die Bergwerkezu Beförderung und Aufnehmen des Nabrungsstan-des im Lande, und der auswärtigen CsmmercieNbeytragen.