28v i Buch, 2.Abth. 2.Abschn. 7.Hauptst.
Bracteacen, und andere Münzen dieser Zeit, genug-sam zeigen; und nur diejenigen Reicbssiande, die keineBergwerke besaßen, stengen am ersten an mitZusaßezu münzen. Hierzu kamen die Münzmeisters,welcheden Münzhei ren glaubend machten,daß sich rein Goldund Silber nicht wohl vermünzen ließe,indem es nichtgenugsam geschmeidig wäre. Allein nichts ist so falsch,als dieses Vergeben, wie mir ein jeder verständigerChymicus Beyfall geben wird. So viel kann mannicht läugneu, daß rein Gold und Silber durch ein-fallende Kohlen in den Schmelzkiegel und durch denRauch von Zinn und den Halbmetallen eher sprödewird, als wenn eö mit Kupfer versehet ist. Allein,alles dieses läßt sich ja leicht vermeiden, wenn mannicht nachläsng ist. Die Hauptursache aber ist ohneZweifel der Vortheil der Münzmeisicr, weil man siebey der Legirung nicht genau übersehen kann. Unter-dessen fand dieses Vorgeben bey denMünzherren leichtEingang,weil durch den Zusah ihr eigener Misb» auchdes Münzregals,wenigstens in den Augen der meistenMenschen, tie das Probiren des Goldes und Silbersnicht verstehen, desto eher bedecket werden konnte; in.dem sich das Kupfer auf der Oberfläche so schön aus-sieden läßt. Allein in der That ist nichts so »«nöthigund wider den offenbaren Endzweck der Münzen, alseben dieser Ansah. Man hat Gold und Silber unterandern auch deshalb zu dem Werthe aller Güter an.genommen, weil sich mit ein klein wenig dieser Mate-rien ein beträchtlicher Werth verbinde« ließe, weicheszur Fortschaffung und bey sichTragung sehr bequemwar; und umhin ist es offenbar widersinnisch, dieseMaterien ohne Noth zu vergrößern.
§. 227.
oemrsachtÄ Unterdeffm verursachet dieserZusah, oder die so ge.
Mense mühsa- nannte LegitUNg, daß in dem Münzwesen eine Men-
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