Von dein Münzregal. 281
ge mühsamer und weitlauftiger Geschaffte entstehen, wer Geschaffteja, daß fast eine eigene Wissenschaft daraus wird. bw dem Münz«Denn da hat man erst einen gewissen Münzfuß nöthig,wie hoch nämlich die Mark in groben Sorten und inScheidemünze ausgepräget werden soll, davon wirbesser unten reden werden. Sodann muß man dieBeschickung im Tiegel auszurechnen und einzurichtenwissen, wie viel man nämlich von reinem Silber undZusähe, oder von jederArtdeövorhandenen Silbers,das von verschiedenem Gehalte ist, nehmen muß, umdas vorhabende Werk zum Ausmünzen nach demMünzfüße herauszubringen. Alsdann sind sowohlvor, als nach der Vermünzung eine Menge Probenund Gegenproben auf der Kapelle nöthig; und ebendiese Proben werden erfordert, wenn man fremdeMünzen untersuchen will. Man hat aber eigentlichzweyerley iegirung, die weiße und rothe. In derweißen Legirung ist der Zusah Silber, und wird nurbey goldenen Münzen gebrauchet, wiewohl man sichheutiges Tages derselben nicht stark mehr bedienet,weil das Gold dadurch,zumal bey starkemZusahe,bläs-serwird. DierocheLegirungabernennetman, wennman Kupfer zusehet, und dieses geschieht heutiges Ta-ges so wohl bey den silbernen als auch am meisten beygoldenen Münzen. Hieraus entsteht nun der Unter-schied der Münzen, nach ihrem Schrothe und Korne.
Unter dem Schrothe versteht man, wie viel Stückenvon einerleyArtMünze aufdierauheMark^daöist,benebst dem Zusähe, gehen sollen, undwie viel mithinein jedes einzelnes Stück wiegen muß; z.E. es sol-len funfzehen zweydrittel Stücken aufdierauheMarkgehen; es werden aber nur vierzehen daraus gemacht;und mithin ist das Schroth nicht recht. Unter demKorne versteht man den innerlichenWerth einerMün-ze, in Absicht auf das darinnen befindliche feine Sil-ber. Z. E. Die Mark Silber soll zu zwölf Thalern
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