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2 (1758) Die Lehre von dem vernünftigen Gebrauche des Vermögens des Staats, und mithin die eigentliche Cameral- oder Finanz-Wissenschaft in sich begreift / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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Von den persönlichen Abgaben. 541

nen selbst; und haben mithin, da stegedoppelte Wohl-thaten genießen, auch gedoppelte Schuldigkeiten aufsich. Es giebt es aber die Sache von selbst an dieHand, daß wir hier unter den persönlichen Abgabennicht diejenigen Capitations-Steuern und andere aufdie Personen der Unterthanen gelegte Abgaben verste-hen, die nur zuweilen in besondern Zeitumständen undNothfällen erhoben werden,sondern wir reden hier vonsolchen pcrsönlichenAbgaben,die ordentlich und bestän-big in dem Staate stattfinden, um zu dem gewöhnli-chen Aufwande des Staats das erforderliche bereitesteVermögen zusammen zu bringen.

§. 2ZI.

Diese beständigen Abgaben aufdie Personen der D>'epersönlichenUnterthanen selbst können nun auf zweyerley Art statt auf"zweycrley*finden. Sie können nämlich entweder als die allgemei- Art stattfinden,

ne und Hauptsteuer im Lande gebrauchetwerden,berge-

stalt, daß die Unterthanen zugleich bey der Abgabe Steuern,für ihre Personen ihr ganzes Vermögen, oder allen ih-ren Erwerb u. Einkünfte versteuren müssen, oder manbedienet sich der persönliche Abgaben nur als einer Ne-bensteuer, um auch diejenigen zu derMitleidenheitzuziehen, die keine unbeweglichen Güter, oder nur solchesVermögen besitzen, das, vermöge seiner Natur undBeschaffenheit, nach obigen Grundregeln nicht wohlals ein Gegenstand der Contributionen angesehen wer-den können (§. zg. 22;.). Die erste Art der persönlichenAbgaben fand bey den Römern statt, indem ein jederBürger vor denCensoribus sein gesammtesDermögenangeben mußte, und nachMaaßgebung desselben in ei-ne gewisse Classe geordnet wurde, so daß diejenigen, diegar kein Vermögen hatten und bloß nach den KöpfenAbgaben zu entrichten hatten,(Ospite cenß) jhreStel-le in der letzten Classe bekamen. Von dieser Art ist auchdie sogenannte Losung in Nürnberg, von derwirschon

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