z6o l Buch, 2 . Abth. z. Abschn. z. Hauptst.
gewisses Ha»S fahren, wo die Waaren visitiret wer»den; und auf beoderlenArt geht ein halber Tag, undöfters eine längere Zeit für sie verloren. Nicht bessergeht es ben der Abreise. Da werden sie nicht eherzum Thore hinaus gelassen, biö sieallerley AcciS-undAbgabe Zettel vorzeigen; und ehe sie dieselben erhal-ten, so verstreicht öfters, zumal aufMessen und grosssen Markten, bei) der überhäuften Anzahl derAcci-sanken, ein halberTag und langer. Eben fogehteS,wenn die Gewerbe treibenden Personen an ihrem Orteankommen, oder von fremden Orten Waaren ver-schreiben; und bey allem dem müssen sie denVisita-koren die Hände versilbern, wenn sie sich nicht hunder-terlei) Grobheiten, Schwierigkeiten und Verzögerun-gen ausgesetzet sehen wollen. Dieses sind gewiß kei-ne Umstände, welche den Gewerbe treibenden Perso-nen angenehm seyn können. Man kann also unstrei-tig voraussehen, daß, wenn jemand die Wahl hat, mitgleichem Vortheile an einen accisbaren Ort zu han-deln, oder an einen Ort, wo keine Accise eingeführetist, er allemal den letzter» ohne Bedenken vorziehenwird, wie auch die tägliche Erfahrung genugsam be-stärket. Es ist also offenbar, daß die Accise dem Auf-nehmen des NahrungöstandeS selbst nachtheilig ist;und je strenger es damit in einem Lande genommenwird, desto mehr leidet der Nahrungsstand darunter ;wie ich denn selbst weiß, daß dieGerverbe treibendenPersonen öfters Umwege von 10, 20 und mehr Mei-len nehmen, um nur solche Städte und Länder nichtzu berühren, wo es mit derAccise, Mauth und Aus-schlägen strenge genommen wird. Das wichtigsteNachtheil des Nahrungsftandes aber entsteht aus derVerfassung der Accise selbst, weil sie keine gerechteGleichheit in sich enthält, und die Lebensmittel theuermachet. Jedoch, davon werden wir sofort mit mehre-ren! zu reden Gelegenheit haben.
§. 268.