Von den Steuern auf die Gewerbe. z6z
müssen die Unterthanen zwo Millionen Lasten tragen;und eine Million kömmt mithin dem Aufwande desStaats zum Besten desselben gar nicht zu statten.
Sollte wohl dieses als ein der Wohlfahrt des SraatSgemäßerContributionöweg angesehen werden können?
Ich wenigstens, kann mich dessen nicht überreden.
§. 271.
Jedoch, wir müssen die Freunde und Gönner der Gründe,diezuAccise gleichfalls hören, ob sie etwa wichtige Gründe A^digung^zur Vertheidigung derselben anzuführen haben. Wenn führt zu werdenman alles zusammen nimmt, was man zum Vortheileder Accise anzuführen pfleget; so besteht es in folgen-den sieben Gründen: i) die Accise ziehe alle Untertha.nen zur Mitleidenheit in den gemeinen Lasten, jedoch 2)nach eines jeden eigenem Belieben und Verkehre, so,daß einem jeden seine Sparsamkeit zu statten käme.z) Sie nehme nur einen mäßigen Theil des Gewinn-stes zu kleinen Theilen, und man brächte mithin 4) aufeine den Unterthanen unmerkliche oder unempfindlicheArt bereitestes Vermögen für den Staat zusammen;so, daß z) keine Epecution dabey nöthig wäre. Ueber-dieß müßten 6) sogar die Fremden, vermittelst der Ac-cise, den Unterthanen die Lasten tragen helfen; und end-lich 7) könne man dadurch die Commercien des Landesvortrefflich dirigiren, und die innländischen Manufa-kturen befördern. Allein, alle diese Gründe find garnicht also beschaffen, daß dadurch der Accise der gering-ste Vorzug erwachsen könnte; geschweige, daß sie dievorhin bemerkten Gebrechen wieder gut zu machen zu-reichend waren. Wir wollen aberaufeinenjedenGrunddas Nöthige kürzlich erwiedern.
§. 272.
Es ist demnach i)gar kein Vorzug für dieAccise, Dles-Gründedaß sie alle Unterthanen zur Mitleidenheit zieht. Die- "erden unter-
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