z66 i Buch, 2 . Abkh. z. Abfchn. z. Hauptst.
-ses muß die wesentlicheEigenschaft aller Abgaben die«serArtsenn. Allein, eine ganz andere Frage ist es,vb es Nach einer gerechten Gleichheit geschieht; undda haben wir bereits das Gegentheil genugsam erwie«sen (§. 268.). Man kann auch 2) nicht sagen, daßsie nach eines jeden Verkehr entrichtet werde; dennverschiedene Gewerbe und Nahrungsarten werden da»durch gar nicht betroffen; und wenn hierinnen jeder,mann seinerSparsamkeitzu statten kömmt; soistdaSvielmehr ein wirklicher Fehler, als ein Vorzug derAccise; denn die Abgaben sollen nach der Proportiondes Vermögens und des Gewinnstes eingerichketfeyn,so, daß der Verschwender Und der Syai same, diegleiches Vermögen und Gewinnst haben, auch gleicheLasten tragen müssen. Eben so wenig kann man z)behaupten, daß die Aecise nur einen mäßigen Theildes Gewinnstes zu sich nehme; indem bey allen Con«suMtibilien, die jemand selbst erzeuget hat, kein Ge.winnst vorhanden ist (§. 264.). Der Theil des Ge.winnstes, den die Accsse erhebt, ist auch öfters garnicht mäßig oder klein, wenn von dem Getraide zumMahlen, Bier- und Branntewein-Brauen, verachte,sechste, und zuweilen Wohl gar der vierte Theil desWerthes erleget werden muß. Dahero kann manauch 4) nicht sagen, daß sie den Unterthanen unmerk.lich oder unempstndlich sey. Der arme Mann em»psinder die Acoise auf das Mahlen und dergleichengar sehr, und selbst dem Kaufmanns, wenn er mitseinen eingekauften Waaren von der Messe kömmt,und drenßig, fünfzig, hundert und mehr Thaler Acciseauf einmal erlege» soll, fallt esgak nicht leichte. Daßüber 5) dieAcci'e ohne alleEpecution erhoben wird,kann man am allerwenigsten als einen Vorzug anse-hen. Alle Abgaben können ohne Execution aufge«brachtwerden, wenn man schlechterdings keineRestegestattet, und wenn die Einrichtung hart genug ist.
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