Z7O iBuch, 2.Abth.z.Abschn. Z.Hauptst.
eingeführet ist *). Uebrigens muß man bey den Gewer-ben mit entbehrlichen Dingen auch darauf sehen, obdas Verkehr damit in der ersten, zweyten oder drittenHand geführet wird, und ob ein Gewerbe zurVollkom-menheit und Verbesserung einer Waare etwas bey.trägt oder nicht. Die Waaren in der ersten Hand,desgleichen, wenn ein Gewerbe selbst an der Zuberei-tung und Vollkommenheit einer Waare arbeitet, sindnicht so hoch zu belegen, als wenn eine Waare bloßdurch Kauf und Verkauf durch die zweyte oder dritteHand geht, weil man widrigenfalls die Gewerbe ge.wissermaßen hindern würde.
Ich will hier von solchen Waaren nichts erwäh-nen, deren Einfuhr man gänzlich verhindern will,weil man die nämlichen Waaren in mnländischenFabriken und Manufacturen gewinnt. Lb hiergleich öfters 6o und mehr pro Cent Arche aufge-leget werden; so ist doch dieses guten Grundsätzenallerdings gemäß und darwider gar nichts zu erin-nern. Allein, man beleget andere Waaren, dienicht im Lande gewonnen werden und nach der heu-tigen Lebensart unentbehrlich sind, eben so hoch.Z. E. es muß von dem Pfunde gemeinen Caffce ineinigen Landen drey Groschen Accise gegeben wer-den; da doch das Pfund im Zentner auf der Messeselbst kaum fünf Groschen zu stehen kömmt. Ebenso hoch ist in vielen Landen der Brandtewcin mitAccise beleget. Es muß nicht allein öfters derdritte Theil von dem Preiste des Gctraides alsSchrothaccise entrichtet werden; sondern derBrandtewcin hat noch wohl seine besondere starkeAccise, wenn er ausgeschenket wird. Es ist un-möglich, daß die Leute, so mit solchen Dingen han,dein oder zu thun habe», dabey bestehen können.Daher klügeln sie auf alle crsinnliche Art die Ac-cise zu betrügen; und es würde gewiß von'solchenDingen mehr einkommen, wenn die Abgabe daraufmäßig wäre. Denn es wird dadurch schlechterdingsunmöglich gemachet, daß uns Fremde Brandtcweinabnehmen können.
» §. 276.