Vcn den SteuerNj'aufdic Gewerbe. z87
liches ercharet; sondern es werden auch olle diejenigenGewerbe zur Muleidenheit gezogen, die nur ein we-nigeö ar Mater-alien bedürfen, oder die bloß parcontraäkam locast constuöli arbeiten, und dl'ezeitherbey der preise wenig oder gar nichts zu den gemei-nen Lastm beygetragen haben. Man hat es zeüherin mittelmäßigen Städten, die sieben, oder achthun-dert bis tausend Häuser haben, schwerlich Höhe?, alsjährlich sechs tausend Thaler Acciseinkünfte, nachAbzug der Kosten, gebracht; und es sind mir Städtedieser An bekannt, wo nur vier, oder höchst, ns fünftausend Thaler AcciSeinkünfre zu fallen pflegen. Wirwollen annehmen, daß in einer solchen S adt rau-fend Hauptpersonen sind, die Gewerbe treiben, wel-ches gewiß nicht zu viel ist, wenn man rechnet, daßin einem Hause zwo Familien wohnen; da derenwohl drey und viere öfters in einem Hause beysam-men leben. Wir wollen gleichfalls voraussetze», daßeine je^e Hauptperson nur einen Gesellen und Lehr-jungen hat, da deren öfters viere bis sechse in einerWerkstattarbeiten. Wenn man nun durch Bauschund Bogen auf die Person jährlich drey Thaler Ge-werbesteuern rechnet, welches nicht zu viel ist, in-dem die Kaufleute, Krämer, und andere bloß han-delnde Gewerbe, sowohl als die Künstler, die Gold-und Silber-Arbeiter, und dergleichen ungleich mehrals drey Thaler jährlich entrichten müssen: so hatman neun tausend Thaler jährliche Gewerbesteuern,und also drey bis viertausend Thaler mehr als durchdie Arcise eingeht. Die Unterthanen werden aberdem ungeachtet ungleich besser dabey fahren, indemdie meisten eben so viel und noch mehr durch die Ac«cise entrichten müssen; dahingegen sie bey den Ge-werbesteuern vollkommene Freyheit in ihren Hand-lungen und Gewerben haben, und eines viel wohl-feilern PreißeS der Lebensrnittel genießen; welches
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