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2 (1758) Die Lehre von dem vernünftigen Gebrauche des Vermögens des Staats, und mithin die eigentliche Cameral- oder Finanz-Wissenschaft in sich begreift / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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404
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404 I Buch, 2. Abtheil. 4 . Abschnitt.

Personen statt findet. Da es nun bey mir nicht daraufankömmt,ob diese oder jeneSchriftsteller dieSache un-ter dieRegalien gerechnet haben: so kann ich dieLehens-herrlichkeit keineöweges als ein Regal ansehen.

§. Zv7.

Ob die Lehens- Ich kann hier billig voraussetzen, daß sich ein ange-nsMiche^Ein-l hender Cameralist die Natur eines Lehens und der le-richtungsey. Es hengüter aus den Lehenrechten genugsam bekanntge-Mcichendcn°^ machet haben wird; und ich habe mithin nicht nöthig.Gründen vcr- eine Erklärung davon zu geben. Allein, die Frage ge-neinet. h§,-et allerdings indieCameralwissenschaft: Ob denndieLehensverfassungüberhaupteinesolcheEinrlchtungsey,die mit unserem heutigenZustande übereinstimmet,und folglich ferner beyzubehalten sey ? Eine Frage,diein unseremIahrhundertezu verschiedenenStreitigkei-ten sowohl unter den Gelehrten, als selbst zwischen demRegenten und dem Adel Anlaß gegeben hat. Ichtrage kein Bedenken, diese Frage mit Nein zu beant.Worten; und ich glaube, jedermann wird mit mir ei.nerley Meynung seyn müssen, so bald er den Sah fürrichtig erkennet, daß eine Einrichtung, die sich aufei-nen besondern Zustand gegründet hat, keinen Nutzenmehr zuwege bringen kann, wenn dieser besondere Zu-stand gänzlich ausgehöret hat. Eine solche Beschaf-fenheit hat es mit der Lehensverfassung. Sie grün-dete sich auf den Zustand des Staats, daß man keinbeständiges Kriegesheer unterhielt, sondern sich desAdels inKriegeszeiten alsReuterey gebrauchcte,dafürsie denn von dem Staate gewisse Landgüter zu nutzenempfiengen, weilmaninaltenZeikenwenigÄeldhat-te, um ihren Sold baar bestreiken zu können. Dieserbesondere Zustand der Republi ken hat heutiges Tagesgänzlich ausgehöret. AlleMächteunkerhalten beftän.dige Kriegesheere; und das heutige KriegeSwesen er-fordert so viel Wissenschaft, Uebung, Zucht und Ord.

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