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2 (1758) Die Lehre von dem vernünftigen Gebrauche des Vermögens des Staats, und mithin die eigentliche Cameral- oder Finanz-Wissenschaft in sich begreift / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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Von zufälligen ELnkünfl. desStaats. 427

ferungen landesherrlicher Gerechtsamen nach gutenGrundsätzen, soviel möglich, vermieden werden müs-sen, und weil dadurch dem Landesherrn d.e Mittel ver.mindert werden, Verdienste und Geschicklichke'ten zubelehnen.Aukerdem scheinen dergleichenConcesswnenhier noch unschädlicher zu seyn, als bey der weltlichenGerichtsbarkeit, wenn man voraussetzet, daß die Con-sistoria und geistlichen Obern wegen derFähigkeit undGeschicklichkeit des von dem Patron vorgeschlagenenSubjects Prüfungen anstellen, auf seine Lehre und Le-benswandel aufmerksam sind, und die Gemeinden hö-ren,wenn sie wider dqs zu ihremPfarrer ernannteSub-ject etwas wichtiges einzuwenden haben.

In Deutschland ist das äuspstronstus ohne alle Ein-künfte, und kann mithin ohne Schaden des Landes-herr» veräußert werden, zumal da die Aufsicht derConsistorien die üblen Folgen des Misbrauches diesesRechtes verhüten kann. Allein, jn Dännemark solltedas ?strongt-Recht zu veräußern vielmehr Bedenkenfinden. Alle Kirchen in Dännemark haben das Rechtdes wirklichen Zehenden von allem erzeugten Eetraideaufallcneingcpfarrcten Paucrgütern. Allein, die gu-ten Kirchen genießen von diesen gehenden gar nichts,sondern er ist eine ordentliche Revenüe des Kirchenpa-trons, der weiter dafür nichts thut, als die Kirchenin Ban und Besserung zu erhalten; übrigens aber derKirche ganz und gar keine Rechnung davon thut. DieKirchen werden demnach daselbst wie andere Güterverkauft; und eine Kirche ist desto theurer, je neuer-licher sie gebauct ist, und mithin eine lauge Zeit keineKosten bedarf. Dieser Zehendc ist vor die Bauern beyihren übrigen nicht geringen Abgaben und schwerenFrohndiensten eine große Last; und wahrscheinlich istdieses eine Ursache mit von dem schlechten Zustande derLandwirthschaft in Dännemark. Man wundert sichöfters, warum es mit dem Nahrungsstande einesLandes gar nicht fort will, Allein, man darfnur einsolches Land kennen lernen: so wird man die Ursachegar bald finden. Die Menschen sind allemal vonselbst zum Fleiße geneigt, wenn hie Religion, dieRe-