der Unterthanen. 447
großen Geldsummen bezahlet werden; so nimmt mandafür schon etwas Ansehnliches ein. Allein, ich habeschäm in verschiedenen Stellen diesesWerkes geäußert,daß man die Verkaufung der Bedienungen unmöglichbilligen kann; und vernünftige Leute in Frankreich,sehe n dieses selbst als eines der größten Gebrechen ih.reS Staatö an, das aber nunmehr schwerlich geheiletwerden kann. Ueberhaupt aber ist dieses gar keinevorcheilhaftige Art, Geld aufzubring-m. Denn solcheAeDienuNgen sind gemeiniglich überflüßig; und wennman erwäget, daß doch dergleichen neue Bedienter,mehr Besoldungen empfangen, als die gewöhnliche»,
Initeressen von dem für die Bedienung erlegten Geldebetr agen: so kömmt dieses Geld dem Staate hoch zusteh en, und kann mithin auch nach bloßen Cmneralma.zimen nicht gebilliget werdem. Ha» höret auch nichtselten, daß solche neue Bedienungen in Frankreichbald wieder ünterdrckcket,oder mssgehohe,» werden; wiedenn solche Spiele m-dieseitt^etchr M^nicht seltsamsind. ^
Es fragt »sich/ rchr ein Landesherr in solchen In wiefern in
Astothfälle^ due Ä?e:beute der in seinen Landen befind- Ausbeute' de'rHchon,Be>ss>v-°^'ün sich nehmen könne, wenigstens Bergwerke an-
mit der Versicherung, solche bey bessern Zeitumstan- ^ffenwerdm
den wieder zu ersehen. In der That scheint die Sacheam ersten thunlich zu seyn, weil die Bergwerke zudem unmittelbaren Eigenthume desSraatsaehörcn,und durch besondere Vergünstigungen anPnvacperso.nen überlassen werden; wie denn diese Ausbeute auchein bloßer Gewinnst ist; wodurch niemand bedrücketwird. Allein, die Bergwerke, deren A»^. * .^ch demStaate zu großemVortheilegereichet,^^emeungk4mein zärtliche Sache; und Fremde und tzu -chLÜNischswerden gar bald von dem Bergbaue abgeschrecket»
Diese»