durch den Weg des Credits. 461
terien des Landes so wenig anreizend sind, daß keineFremden dabey einlegen. Allein, wenn die Fremdenstark in die Landeslotterien einlegen: so har er keineUrsache und Grund, warum er nicht andern Staateneben dieses gestatten wollte.
§. z66.
Die andere Frage ist: ob man die auf den Cre- Ob man diedit des Regenten und des Landes aufzunehmendenGeldsummen lieber bey den Unterthanen, oder bey chanen oder beyFremden suchen solle? Bey einigen hier vorgeschla-genen Mitteln, z. E. der Banco, den Lotterien, läßtes die Natur der Sache nicht zu, die Fremden auszu-schließen, weil man nicht untersuchen kann, wer dieEinleger find; und in vielen Fällen leiden es die Um-stände nicht, hierinnen eine große Wahl anzustellen,sondern man muß zufrieden seyn, daß man zu denBedürfnissen des Staars Geld findet. Allein, wenngenügsamer Vorschuß ohne Mühe und Schwierigkeitvon den Unterthanen zu haben ist: so ist gar keinZweifel, daß man nicht die Unterthanen vorziehen soll-te, weil sonst die Interessen außer Landes gehen, undden Reichthum deß gestimmten Staats verringern;und ist es was ungereimtes, wenn einige Camera!!-sten als e»ne Vortheilhafte Sache vorgeschlagen ha-ben, bey Fremden Geld aufzunebmen. Solche Leutebedenken nicht, daß die jährlichen Interessen außerLandesgehen, und dennoch endlich das Capital wiederbezahlet werden muß. Ob man es aber thun soll,um andere Völker dadurch in unserInteresse zu zie-hen, das ist eine andere Frage, die in die SkaatS-kunst gehöret.
§. tz6?.
Bey den zeikher vorgeschlagenen Mitteln Geld auf-
zubringen, haben wir vorausgesetzet, daß der Regent schwerer Geld
und aufzubringen.