Die Struktur des Zellenkernes.
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wähnt, sind die Zellen kernartig, der Kern weicht indessen von derStruktur aller übrigen intracellulären Gebilde ab. Die Zellenkerne ver-schiedener spinnender Insekten sind nicht, wie gewöhnlich, rund, ovaletc., sondern zeichnen sich durch zweigartige Auslassungen aus 1 ); beiBombyx mori zeigen sie eine ausserordentlich stark entwickelte Verästung,die zuweilen bis zur gänzlichen Zersplitterung führt. Die Kompliziertheitder Windungen steigt in der Richtung vom Absonderungsorgan nach demanderen Ende des Apparates zu und ist im Sekretionsteil am grössten. Inden Zellen des Exkretionsorgaus, und besonders bei der Mündung der Drüsebesteht der Kern aus einem unterbrochenen, homogenen, lichtbrechendenFaden von variabler Dicke inmitten eines Protoplasmas, in welchem er inForm von Verzweigungen, die durch keine Membrane von dem letzteren
77. Cuticula der Sammeldrüse in starkerVergrosserung.
Fig. 78. Eine von der Cuticula befreite Zelle (aProtoplasma, c Faden der Cuticula, d Verzweigungender Cuticula, e Cuticula, f Fäden ).
gesondert sind, in ganzer Ausdehnung der Zelle sich hindurchzieht. In ande-ren Teilen des Organs besitzen die Kerne analoge Gestalt und weichen nurmsofern von einander ab, als die einzelnen Elemente, je näher die Zelledem Ursprung des Organs liegt, kürzer und gedrängter werden und dieGestalt von Knoten annehmen. Im Sekretionskanal z. B. sind dies schoneinzelne gekrümmte im Protoplasma eingebettete Fragmente, aber auch insolcher Zerteilung zeigt der Kern keine Nucleola. Wie sonderbar auch dieseEinrichtung erscheinen mag, so steht doch fest, dass sie.sowohl in derWogend, wie in der Reife der Seidenraupe zu finden ist und immer daraufZle lt, eine möglichst intime Berührung zwischen dem Kern und dem Pro-toplasma herbeizuführen. Weiche Rolle dabei die sich verzweigenden Kern-fäden spielen, ist dagegen noch nicht aufgeklärt -worden.
Wir kommen nun zu den beiden anderen Schichten: der äusseren und** u d inneren Umhüllung der jetzt beschriebenen Zellenschicht. Die äussereGülle ist durchsichtig und sehr dünn, zugleich aber sehr fest und elastisch.
’) Leydig, Traitd d’histologie, 1866.
Robin, Anatomie et pbysiologie cellnlaire, 1873.Lanessan, Le Microscope, 1876.