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Kokonfaden.
ihrer Verpuppung in weisses Pulver zerfallen. Diese Kokons weisen einbedeutend leichteres Gewicht auf, sind aber sonst ganz normal. Einenmerkwürdigen Bau zeigen die Doppelkokons, welche von einer gesundenund einer kranken Seidenraupe gemeinschaftlich angefertigt werden. Siebesitzen inwendig eine Scheidewand, welche der gesunde Wurm, um sichvor der Ansteckung zu schützen, um sich gesponnen hat. Ausser den ange-führten giebt es eine Menge anderer Unregelmässigkeiten und zwar in derinneren Struktur des Kokons, die erst bei der weiteren Verarbeitung auftretenund entweder dadurch entstanden sind, dass die von Krankheit befallene Raupedas Spinngeschäft inwendig nicht beendigt hat, oder dass der Spinnprozessinfolge des mangelhaften Seidenvorrats nur in unvollkommener Weise voll-zogen worden ist.
Die frisch geernteten Kokons zeigen folgende Zusammensetzung:
Äusseres Fadengewirr . . 0,7%
Seidenfaden.14,3°/ 0
Puppe und Wasser . . . 85%
Die im Kokon vorhandene Feuchtigkeit verdunstet nach und nach, sodass 8 Tage nach dem Sammeln 100 kg Kokons '4,8—5 kg, nach 10 Tagen7,5—8 kg an Gewicht verloren haben.
Es wurde schon oben angedeutet, dass die Bildung des Sericins unddes Fibroins in der Seidendrüse nicht gleichzeitig erfolgt, und dass der vordereTeil derselben, wie Sicard und Raulin nachgewiesen haben, mehr Seiden-leim enthält, als der hintere. Übereinstimmend mit diesem Ergebnis ist dieThatsache, dass auch im fertigen Kokonfaden in seiner ganzen, einige tau-send Meter betragenden Länge, das Verhältnis des Seidenleims zu der Seiden-substanz nicht unverändert bleibt. Das äussere Flockgespinst enthält durch-schnittlich 44,4% Bast und 55,6% Seidensubstanz. Die äusseren Faden-lagen des Kokons weisen mehr Seidenleim auf, als die inneren; die äussereFadenschicht ergiebt 31,5% Seidenleim und 68,5 % Faser und die innere26,7% Seidenleim und 73,3% Seide; die mittlere zeigt ein Verhältnis von29,3% Bast und 70,7% Seide.
Eine andere Erscheinung, die bei Untersuchung eines Kokonfadenszu Tage tritt, ist seine ungleichmässige Dicke in der ganzen Länge. Ha-berlaudt untersuchte verschiedene Kokonrassen und fand, dass der Durch-messer eines Kokonfadens in den verschiedenen Schichten folgendermafsenvariiert, wobei zu bemerken ist, dass die äussere Schicht natürlich den zu-erst gesponnenen Faden enthält.
Herkunft Äussere Lage Mittlere Lage Innere Lage
Mailand, gelbe Rasse . 0,030 mm 0,040 mm 0,025 mm
Frankreich , „ „ . 0,025 „ 0,035 ,, 0,025 „
Japan , grüne Rasse . 0,030 ,, 0,040 „ 0,020 ,,
„ weisse „ . 0,020 ,, 0,030 „ 0,017 ,,