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Verschiedene Verfahren des Kochens.
werden zu 40—50 Stück in einen Behälter gebracht und, nachdemein Ende des Flockengewirrs in einem engen Schlitz zwischen zweischmalen Platten befestigt worden ist, wird dasselbe durch entsprechendehin- und herschüttelnde Bewegung dieser Platten von dem Kokon entfernt.Die anderen noch mit Flockseide umhüllten Kokons folgen den Bewegungender schaukelnden Platten und nähern sich dem Schlitze, während diegeputzten sich an den Seiten des Beckens ansammeln und von der Arbeiterinweggenommen werden.
In vielen Betrieben wird dem Schlagen der Kokons mit den Händen vordem maschinellen Verfahren der Vorzug gegeben, da es sich trotz fort-währender Vervollkommnungen derartiger Maschinen nicht leugnen lässt, dasssie ihre Arbeit in wenig schonender und zu gleichmässiger Weise verrichten,während es kaum zwei Kokonrassen giebt, die in ganz gleicher Art geschlagenwerden sollten. Die Praxis des Kokonschlagens mittels der Hände und die dabeiin Anwendung kommenden Handgriffe lassen sich kaum beschreiben, sie müssendurch langjährige Übung erworben werden, weshalb jetzt überall die Operationendes Schlagens und des Haspelns getrennt gehandhabt werden, um der be-treffenden Arbeiterin die Möglichkeit zu geben, sich in einer dieser Rich-tungen speciell zu vervollkommnen. Ein zu kurzes Schlagen verfehlt seinenZweck, ein zu langes und starkes greift den eigentlichen Kokonfadenan und führt zu Verlusten. Ausserdem verlangen jede Rasse und GattungKokons eine besondere Art und Weise des Schlagens. Aus diesem Grundehaben die mechanischen Kokonschläger bis jetzt keine ausgedehnte Verwen-dung finden können.
10 Einweichbecken entsprechen 25 Kokonschlägern und 100 Seiden-haspeln.
Beim Schlagen werden von dem rotierenden Besen zugleich mit der Flock-seide auch die Finden der Kokonfäden erfasst, die alsdann in der Zahl von3, 6 oder 8, je nach der gewünschten Dicke des Rohseidenfadens,von der Arbeiterin zu einem Faden vereinigt werden, was dadurcherleichtert wird, dass die feuchten Kokonfäden durch den sie überziehendenerweichten Seidenleim aneinander haften. In jedem Haspelbecken werdeneinige, meistens zwei oder drei, Gruppen von gleicher Anzahl Kokons ge-bildet und dementsprechend von einer Arbeiterin 2, 3, selten mehr, Roh-seidenfäden gezogen, was man Haspeln zu zwei, drei u. s. w. F'äden (filageä deux, trois ou plusieurs bouts) nennt. Von der Weise, wie die Roh-seidenfädeu auf ihrem Wege zum Haspel geführt werden, hängt das Systemdes Haspelns ab. Mau unterscheidet gegenwärtig zwei Arten: das italienischeHaspeln (ä la tavelle) und das französische (ä la Cliambon). Bei demersteren gelangt jeder einzelne Rohseidenfaden gesondert auf den Haspel; diezweite Art besteht im vorübergehenden Zusammendrehen der beiden Roh-fiiden vor dem Aufhaspeln; infolge der Reibung, welche dabei die nochfeuchten und weichen Rohseidenfäden erleiden, werden sie einigermafsenabgerundet und die einzelnen Kokonfädchen unter gleichzeitiger Flrhöhuug