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Erster Band.
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Gregeproduktion. Centralasien etc.

kand zu nehmen. Durch diese Auswanderungen hat sich das Gebiet derSeidenkultur und -gewinnung nach und nach wieder erweitert. Das Haspel-verfahren ist sehr primitiv, obwohl die Geschicklichkeit dabei eine erstaun-liche ist. Die gröbere Seide, „kaliava“ genannt, verbleibt im Lande, diebessere und feinere, „hormiak“, wird nach Russland und Indien exportiert.Die besten und gleichmässigsten Erzeugnisse liefert das Khanat von Bukhara .Merw in Turkmanien, das gegenwärtig zu Russland gehört, hatte im Mittelalterseinen Reichtum dem Seidenbau zu verdanken, während gegenwärtig seineProduktion nur noch unbedeutend ist. Balkh , sowie Khunduz und Khu-lum erzeugen viel Seide, aber von schlechter Qualität; ebenso produzierendie Provinzen Yarkand , Kaschgar und Khotan ziemlich viel. In der Dzun-garei und in Thibet werden endlich für den inländischen Verbrauch be-trächtliche Mengen erzeugt. Über die Produktion lassen sich mit Vorbehaltfolgende Angaben machen.

Unabhängiges Turkestan :

Khanat von Buchara. 450000 kg

„ ,, Chiwa . 200000 „

Russisches Turkestan. 650000 „

Merw , afghanisches Turkestan und

afghanisches Khorassan. 150000 „

Chinesisches Turkestan:

Kaschgar, Yarkand , Khotan .... 600000 „

Gebiet Ili. 200000 „

Äussere Mongolei :

Karaschar, Turfan, Chami. 250000 „

2 500000 kg.

Der grösste Teil dieser Produktion verbleibt im Lande, da die Be-völkerung sich mit Vorliebe in Seide kleidet, der Rest wird nach Russland ,Afghanistan und Indien exportiert. Orenburg ist das Centrum des Seiden-handels von Turkestan mit Russland .

Im eigentlichen Afghanistan und Beludschistan ist die Seidengewin-nung namentlich in dem ersteren ziemlich bedeutend. Die gewonnene Seidewird in Herat bearbeitet und nach Meschhed und Kabul versandt. Ein guterTeil der afghanischen Seide geht nach Indien und Persien. Der europäische Handel hat sich bis jetzt mit diesen Seiden nicht beschäftigt, und nurder Vollständigkeit halber führt man sie in den Statistiken unter demNamen Khorassan auf. Man hat keine genauen Anhaltspunkte über dieProduktionsmenge dieser Seiden, doch dürfte sich dieselbe auf ungefähr50000 kg belaufen.

In Persien wurde bereits im V. Jahrhundert Seide gewonnen. DieProduktion wuchs dann fortwährend, und ihr bedeutender Umfang imXI. Jahrh. wird durch arabische Schriftsteller mehrfach erwähnt. Edrisi