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beschrieb ihre Blüte im XII. Jahrh. Die Seiden von Ghilan (seta ghella)wurden in Lucca sehr viel verarbeitet. Mehrere Jahrhunderte hindurch ent-wickelte sich das Gewerbe, durch verschiedene englische, deutsche undrussische Handelsgesellschaften unterstützt, ununterbrochen, und darf man diejährliche Herstellung auf 3—4 Mill. kg Rohseide schätzen. Im XIX. Jahrh.verminderte sich die Produktion und zwar noch vor dem Auftreten derRaupenseuchen. Im J. 1850 gewann man 30000 Rollen ä 34 kg öder1020000 kg Seide, wovon 610000 kg exportiert wurden. Die Seiden warenkräftig, zur Hälfte lang, zur Hälfte kurz gehaspelt. Nach der Epidemiesank die Produktion auf 700000 kg im J. 1861 und auf 280000 kg imJ. 1865. Im J. 1870 schätzte man sie auf 300000 kg. In den Jahren1850—70 belief sich die Ausfuhr auf 5—600000 kg jährlich, sank indessenvon 411340 kg im J. 1865 auf 45370 in den Jahren 1870—73 und auf8070 in den Jahren 1878—81. Man unterschied zwei Gattungen: Persien originell und Persien Konstantinopel; die erstere, welche von bessererQualität und grösserer Feinheit war, kam in Form von 30—35 kg schwerenRollen in den Handel und wurde hauptsächlich für Möbelstoffe, Posamenten,Bänder und Foulards verwendet. Die andere Sorte wurde von türkischenKaufleuten in den Produktionsortschafteu augekauft und kam in Ballenvon 100 kg auf den Markt (Marseille ); diese Gattung war von mindererGüte. In gröberen Titern eignen sich die persischen Gregen für Nähseiden,Cordonnets etc. vorzüglich. Gegenwärtig kommen sie auf den europäischen Märkten nur sehr selten vor; die geringe Ausfuhr geht meistens nachRussland oder über London und Marseille nach Tunis und Marokko . 6 / 7 derGesamtherstellung werden im Lande selbst verbraucht. Die gegenwärtigeGregeproduktion Persiens verteilt sich auf seine Provinzen folgendermafsen:
Ghilan. 280000 kg
Adzerbeidschan .... 32000 „
Kborassan. 12000 „
Centralprovinzen .... 6000 „
395000 kg.
Die Rohseide, die von den Einheimischen „ibrishim“ genannt wird, istflachfädig, gelb oder weiss; sie verursacht infolge der häufigen Verklebungeneinzelner Gregefäden bei der Verarbeitung Schwierigkeiten. Ausser denoben erwähnten zwei Haupttypen waren früher folgende Sorten persischerGrege im Handel. Hayla war die beste und sehr geschätzte Gattung, die je-doch nur zum geringen Teil im Verkehr vorkam, dagegen meistens im Landeselbst verbraucht wurde; Sanduoki war die erste, Maine die zweite undOrdinaire die dritte Qualität des Handels. Gegenwärtig werden unterschieden:Alagbundy (die feinste Gattung), Shahibafy (mittlere), Parchenbafy (Klio-