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Erster Band.
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Gattungen der Ouvrdes.

von allen Seideugespinsten am meisten Glanz besitzt, weicher und glatterals Organsin ist und durch ihre verhältnismässig grosse Dicke befähigt wird,dem Gewebe Fülle und gedecktes Aussehen zu verleihen. Man unterscheidetein-, zwei- und dreifädige Trame.

Der Organsin, welcher die Kette des Gewebes bildet, und auf dessenZubereitung die meiste Sorgfalt verwendet wird, ist aus zwei, manchmaldrei, aus je 3—8 Kokons gehaspelten Gregefäden zusammengesetzt, welcheeinzeln stark nach links filiert, dann dubliert und zusammen nach rechtsgezwirnt werden. Je nach der Stärke der Zwirnung unterscheidet maneinige Abarten Organsins und zwar:

1. die sogenannte Satinzwirnung (strafilato), bei welcher die Filieruug600 und die Zwirnung 400 Touren beträgt.

2. die Sammetzwirnung (stratorto) mit 400 Touren der ersten und 600der zweiten Zwirnung.

3. die Grenadinezwirnung mit 1000—2500 Touren der ersten und eben-sovielen der zweiten Zwirnung und

4. die sogen, mittelmässige Zwirnung, die in Deutschland sehr in Ge-brauch ist, mit 450—500, zuweilen nur 3—400 Touren der Filierung und300—350 der Zwirnung.

Ausserdem kommen auf den Markt

Orgausin China .... 380—400 Touren Torto pro m

„ Italien Salvadori 360—380 „ „ „

,, Bengal . . . 340—360 „ „ „

„ Japan .... 320—360 „ „ „

,, Turin .... 260—280 „ ,, „

Eine Mittelgattung (tors sans file) zwischen Organsin und Trame ent-steht dadurch, dass man zwei Rohseidenfäden stark ohne vorherige Drehungzusammenzwirnt. Au Schönheit des Materials und straffer Zwirnunggleicht diese Gespiustart dem Organsin, wegen Mangels an Drehungder Trame.

Die Maraboutseide ist ein Organsiu mit sehr starker Zwirnung für be-sondere Zwecke der Seidenweberei und wird dieselbe aus drei, seltener aus zweiFäden blendend weisser Rohseide nach Art der Trame ohne vorherige Drehungoder auch nach schwacher Filierung gezwirnt. Man färbt die Maraboutsgewöhnlich schon nach dem Filieren in rohem Zustande, also ohne die Seidevorher abgekocht zu haben, und zwar in einer Nuance, die heller ist, alsdas betreffende Muster: durch das nachträgliche Zwirnen wird dieselbe vonselbst dunkler. Die straffe Zwirnung und die Steifheit, die von dem na-türlichen Seideuleim herrührt, verleihen der Maraboutseide eine charakte-ristische, peitschenähnliche Härte. Die volle Zwirnung wird erst deshalbnach dem Färben gegeben, damit die Farbe den Faden gehörig durch-dringen kann.

Die Grenadineseide, welche meist aus zwei nach rechts gedrehten Grege-