Gattungen der Ouvrees.
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fäden zusammengesetzt ist, findet vielfach Verwendung in der Herstel-lung feiner Fransen und Spitzen. Die Grenadine wird auch aus 3, 4 undfi Fäden zusammengesetzt, in welchem Falle die dublierten Fäden starkfiliert und nachträglich noch stärker im entgegengesetzten Sinne gezwirntwerden; diese letztere Drehung kann 2000 Touren pro m erreichen. DieGrenadine kann im Strang gewaschen werden, abgekocht wird sie jedochauf Spannrahmen.
Die ,,mi-grenade“ oder „rondelette“ unterscheidet sich insofern von derGrenadine, als ihre Torsion viel geringer ist und dadurch, dass dickereGregefäden verwendet werden.
Die Crepe besteht aus 2 oder 3 Gregefäden, welchen mau eine einzigestarke Zwirnung verleiht; sie wird nur in rohem Zustande verwendet undkommt lediglich in aufgespultem Zustande vor.
In dem Crepe-de-Chine dubliert man einzelne nach links filierte Grege-fäden und zwirnt 6, 8 oder 10 solcher Fäden stark nach rechts zusammen;sie kommt ebenfalls nur auf Spulen.
Die „soie ondee“, die zu einer Art seidener Gaze verwendet wird,welche schon durch das Weben ein wässeriges Aussehen erhält, besteht auseinem groben (aus 6 Gregefäden) und einem feinen (einzelnen) Rohseiden-faden. Der dicke Faden wird für sich allein, nach der Art der Crepe, starkrechts oder links gedreht, der leine kann gedreht werden oder nicht, seineDrehung ist jedoch der des groben Fadens entgegengesetzt. Die Zwirnungist stets entgegengesetzt der Drehung des dicken Fadens. Beim Zwirnendreht sich der dicke Faden auf und verlängert sich, während der feinestraffer und kürzer wird; da nun die zwei durch Zwirnung vereinigtenFäden eine wesentlich verschiedene Länge besitzen, so legt sich der längerein ziemlich weiten Schraubenwindungen um den dünneren, angespanntenherum, welcher die Seele (äme) genannt wird.
Ausser den obigen Gespinstarten, welche hauptsächlich in der WebereiAnwendung finden, giebt es eine Anzahl von meist stark gedrehten unddicken Seidenzwirnen, die in der Wirkerei, Strickerei, Posamentenfabrikationu. s. w. benutzt werden.
Unter denselben ist Plattseide (Stickseide, platte Seide) die einfachste.Die feinste ist ein einfacher, schwach links gedrehter Rohseidenfaden (1 bis2,5 Drehungen auf 1 cm); mittlere Titer bestehen aus 2—10 oder mehr,die höheren aus 20—25 nicht gedrehten Rohseidenfäden, denen mau eineleichte Zwirnung von 0,3—0,4 Drehungen pro 1 cm erteilt. Die Plattseidefindet in der Stickerei ausgedehnte Anwendung. Infolge der schwachenZwirnung trennen sich die einzelnen Fädcheu der Plattseide nach dem Ent-schälen sichtbar voneinander.
Die „floches“ sind aus zwei sehr dicken Gregefäden zusammengesetzt,die nach rechts filiert und nach links zusammengezwirnt werden.
Die „mi-perlees“ sind mit den vorigen übereinstimmend, nur mitschwächerer Zwirnung; „filets“ sind dünne „floches“.