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7. Januar. Die am frühen Morgen eingetretene Monds finsterniß dauerte in Zürich 1 Stunde 39 Minuten.
17. /I8. Februar warf der Sturm in der Nacht in Riesbach ein von Fachwerk neu erbautesHaus um.
18. /19. Februar. In verschiedenen Gegenden der Schweiz (auch im Aargau und Tessin )wurde in der Nacht gegen 11 Uhr ein Nordlicht beobachtet, dasselbe begann mit einer matt-weißen, etwas ins Grünliche spielenden Beleuchtung, worauf ein purpurrother Schein sich bildete,der gegen Nordost die kräftigste Färbung zeigte.
4. Mai richtete ein Gewitter durch Hagel und Schwemmungen in Stäfa und Mönch-altorf großen Schaden an.
25. Juli Sonntag Morgens 3 Uhr verspürte man durch die nördliche Schweiz , so auch inZürich , einen starken Erdstoß, dem ein Gewitter folgte.
In den Weinbergen um Zürich tritt die Traubenkrankheit wieder auf. In der Gegendvon Wald richten Wolkenbruchähnliche Regen beträchtlichen Schaden an.
August. Fast alle Gewässer, die aus den Hochalpen herkommen, wie Rhein , Reuß, Aare undLimmat , zeigen außergewöhnlich hohe Wasseranschwellungen.
30./31. August richtete in der Nacht zwischen 2 und 3 Uhr ein Gewitter mit starken Wasser-güssen, die über einen großen Theil des Kantons sich entleerten, großen Schaden an. Noch bedeu-tender waren die Anschwellungen der Töß und der Kempt, so wie der Thür und einer Menge sonstunscheinbarer Bäche.
17./18. September veranlaßte neuerdings ein mehr als 30 Stunden anhaltender weit ver-breiteter wolkenbruchartizer Regen ein außerordentliches Anschwellen fast aller Gewässer im ganzenKanton, namentlich aber der Töß. Glatt und Thür. Auch fanden in sehr vielen andern GegendenVerheerungen statt. So zeigten sich am Morgen des 18. September allein bei Sellenbüren über 10Erdschlipfe; auch führte die Reppisch ein lU/zjähriges Kind mit sich fort, das man am 18. inBirmensdors in einem Garten abgesetzt fand. In Dietikon wurde ein Wohnhaus sammt Schlosser-werkstätte von der Reppisch dem Boden eben weggespült; es kam Vieh in den Ställen im Wasserum, die Eisenbahn wurde durch Unterspülung der Schienen auf einige Zeit unbrauchbar, so daßdie Züge von Zürich nach Baden nur bis Dietikon fahren konnten und dann durch andere Zügevon Dietikon nach Baden befördert werden mußten. Die Hauptstraße bei der Brücke daselbst lagtief unter Wasser, so daß diese Strecke selbst für Wagen unsahrbar war. Von allen Postwagen kamnur der Basier Eilwagen in Zürich an. In Albisrieden brachte der Bach zentnerschwere Steine
durch das Dorf und füllte die Keller mit Schlamm und Wasser, so daß die Fässer herumschwammen.
In Hirslanden und Riesbach hauste der Wehrenbach übel; und auch in Hottingen und Firmiern
haben die angeschwollenen Bäche geschadet. — Aus allen Theilen des Kantons gingen betrübende
Berichte ein über die Verheerungen, welche die Gewässer verursachten. In Schwamendingen war derVerkehr durch den Bruch des Straßendammes unterbrochen. Der die Ortschaften Nürensdorf , Breite,Oberweil und Birchweil sonst ruhig durchfließende Bach hatte Brücken, Steg und Weg zerstört unddie Saaten vernichtet; in Bassersdorf eine mit schweren Steinplatten belegie Brücke und einengroßen Theil von einem schönen Garten fortgerissen, steinerne Brunnentröge fortgeführt, die Keller