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schnitllich eine kaum mittelmäßige Ernte geliefert, die Garbenzahl war zwar groß, aber der Körner-ertrag nicht entsprechend. Die Kartoffeln gaben einen erfreulichen Ertrag, doch erkrankten vieleerst im Keller, diejenigen aus leichtem trockenem Boden blieben fast ganz von der Krankheit ver-schont. Ackerbohnen, Stangen-und Krupbohnen gewährten sehr geringen Ertrag in Folgeder außerordentlichen Sommertröckne. Rüben, Runkeln und Räbcn geriethen meistens wohl, außer da,wo des Kohlweißlings böse Brüt nicht vertilgt werden konnte. Sehr gut war der Ertrag von Hanf,Flachs und Mohn; geringer fiel der Lewat aus, da die Brüt des Kohlglanzkäferchens allzureichlich gerathen war. Heu gab es viel, doch etwas grob und unkräftig, Emd wenig, aber sehrgutes. Klee gab einen sehr reichen ersten und zweiten Schnitt, der dritte mittelmäßig und gering wegenTrockenheit. Der Wein gab überall eine reiche Ernte, doch der Qualität nach weniger gut alsletztes Jahr. Der Obstertrag ist durchschnittlich gering, in einigen Lagen jedoch recht reichlich (Kloten ,Pfungen , Pfäffikon). Kirschen und Zwetschgen geriethen an manchem Orte recht gut. Die Einsaatder Winterfrüchte fand beim günstigsten Wetter statt, Roggen Ende September, Weizen Oktoberbis November. So wie die Saaten, so stehen auch die Weinreben und zum Theil auch die Obst-bäume , mit Ausnahme des Steinobstes und besonders der Kirschbäume, welche an vielen Ortenkränkeln. ,
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Frühlingsbericht. Wintersaat: Das Getreide im Allgemeinen schön und viel ver-sprechend, nur hier und da hat der Roggen, namentlich in Berggegenden, vom Winterfrost gelitten.Ueber den Lewat lauten die Berichte verschieden. An vielen Orten haben die Repskäferchen die Blüthen-knospen zernagt. Sommerfrüchte. Die Kartoffeln wurden großentheils Mitte April bis MitteMai meist bei guter, trockener Witterung in den Boden gebracht. Ebenso die Möhren (Rübli)und Runkeln; dieselben stehen schön. Sommergetreide wird wenig gebaut, doch sind dieSaaten befriedigend. Hans steht schön, Flachs wurde wenig gebaut. Das Gras ist hoch, aberdünn; die Heuernte gab etwa ^ des Mittelertrags, aber die Qualität ist sehr gut. Klee, Esperund Luzerne, so wie auch Wickhafer und Futtermais versprechen einen guten Ertrag. DieWeinreben stehen ausgezeichnet und vielversprechend, nur im Bezirk Winterthur hat der Winter-frost hier und da geschadet. Die Birnbäume stehen überall schön, die Apfelbäume leiden durchgehendsvon der Raupe. Die Krankheit der Kirschbäume scheint im Abnehmen begriffen. Rücksichtlich schäd-licher Thiere wird über das zahlreiche Auftreten von Mäusen und Maulwürfen, von Engerlingen,Raupen und Repskäferchen geklagt.
Sommer- und Herbstbericht. Die Getreideernte war sowohl in Beziehung aufMenge als Güte eine sehr vorzügliche. Die Hülsenfrüchte gaben im Durchschnitt nur eine mittel-mäßige Ernte. Dabei wird an das Sprüchwort erinnert: Schöne Bohnen, schlechter Wein, guterWein, schlechte Bohnen. Die Kartoffeln lieferten einen ziemlich reichen Ertrag, die Qualität dagegenist weniger gut, und die früh ausgebrachten litten im Keller bedeutend mehr als die später aus-gebrachten. Möhren, Runkelrüben und Räben gaben einen guten oder doch einen befriedi-genden Ertrag. Hanf und Flachs fielen, wo sie gebaut wurden, schön aus; Mohn vorzüglich;H e u und Emd der Menge nach mittelmäßig bis wenig, der Qualität nach sehr gut. In Wässer-wiesen ziemlich viel Heu und Emd und auf gut gedüngten Wiesen Aussicht auf einen dritten Schnittund reichliche Herbstweide. Klee und Grünfutter hat durch die Trockenheit etwas gelitten, doch ist