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eingerichtet. Bier Zimmer mußten für die Administration ausgestattet und noch ein Zeichnungssaalim nördlichen Flügel angebracht werden. Die Heizung in den verschiedenen Räumen wurde durchZylinderofen hergestellt. Die meisten Zimmer mußten neu tapezirt werden und sämmtliche Räumeerhielten die erforderliche übrige Ausstattung und nöthigen Mobilien, als Schulbänke, Zeichnungs-tische und Stühle, Katheder, Wandtafeln, Schränke, Vorhänge, Beleuchtungsvorrichtungcn u. s. f.— Die Geiammtkosten dieser provisorischen Einrichtungen betrugen Fr. 19622. 11 R., nämlich fürbauliche Veränderungen in sämmtlichen Gebäuden Fr. 10309. 71 R., für Mobiliar, Apparate,Bcleuchtungseinrichtung u. s. f. Fr. 9312. 40 R. Bezüglich auf allfällige Vergütung der Kostenfür die Anschaffung des Mobiliars, die nach der Ansicht der Direktion der öffentlichen Arbeitenlaut Art. 40 des Bundesgesctzcs betreffend die Errichtung einer eidgenössischen polytechnischen Schulenicht Sache des Kantons sein könne, wurden die nöthigen Schritte gegen den Bund gethan.
Gleichzeitig mit der provisorischen Anweisung dieser Räumlichkeiten wurde unterm 5. Herbst-monat 1854 der Bundesrath ersucht, in der Form eines Programmes über die definitiven Räum-lichkeiten der polytechnischen Schule sich auszusprechen, da, bevor man sich über ein solches Pro-gramm geeinigt habe, unmöglich auch nur der Bauplatz bestimmt werden könne.
Unterm 3. März 1855 übermittelte der schweizerische Schulrath dem Regierungsrath denvorläufigen Entwurf eines solchen Programms mit der Bemerkung, daß dasselbe unmöglich zueinem definitiven Abschlüsse gebracht werden könne, bevor mehrfache Verhältnisse des neuen schwei-zerischen Institutes zu schon bestehenden Anstalten Zürichs, namentlich die Sammlungen geregelt seinwerden. Zur Besprechung dieser Fragen und behufs Zustandebringung eines Bauprogramms wurdedann eine Konferenz zwischen Abgeordneten des Rezierungsrathes und des SchulratheS veranstaltetdie dann unter Zuzug von Abgeordneten des Stadtrathes und der Vorsteherschaften der verschiede-nen Sammlungen und Bibliotheken stattfand. Die Konferenz befaßte sich zugleich auch mit Auf-suchung geeigneter Bauplätze für die Anstalt und es wurden mehrere derselben besichtigt.
Inzwischen verlangte der Schulrath dringend eine Erweiterung der Räumlichkeiten für dieprovisorische Unterbringung der Anstalt, welchem Wunsche der Regierungsrath bereitwillig entsprach,indem er das Kornamtsgedäude für die Administration und die Ingenieurschule einrichten ließ. —Die Arbeiten bestanden in Herstellung von 3 Zeichnungssäälen, einem Hörsaal und 2 Zimmern fürInstrumente im ersten Stock, und Einrichtung eines Sitzungszimmers für den Schulrath, zweierArbeitszimmer für den Direktor und den Sekretär und eines Zimmers für den Kopisten im Erd-geschoß. Die Kosten betrugen Fr. 6292. 69 R. — Im Sliftsgebäude wurde ein neues Lokal fürden Unterricht im Modelliren in Thon eingerichtet, und im Hochschulgebäude mehrere Zimmer aus-gemalt und mit Ventilatoren versehen.
Mittlerweile wurde eine vorläufige Prüfung deS Bauprogrammes veranstaltet. Dem RegierungS-rathe schienen aber die Anforderungen des SchulratheS, welche inzwischen von dem Bundesratheadoptirt worden waren, allzu weit zu gehen, und namentlich in keinem Verhältnisse zu stehen mitder muthmaßlichen künftigen Frequenz der Schule, weßhalb er sich veranlaßt sah, von sich aus unterMitwirkung von Sachverständigen ein Bauprogramm ausarbeiten zu lassen.
Diese Arbeit erforderte eine etwas längere Zeit, weil derselben vielseitige Untersuchungen undNachforschungen betreffend die muthmaßliche künftige Fxequenz und die lokalen Bedürfnisse derSchule vorausgehen mußten. Dieses Programm wurde am 5. Heumonal 1856 mit einer einläßlichen