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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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146
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verursachte die Anschaffung von Schränken und Glaskasten für das physikalische Kabinet und derMiethzins für Unterbringung der Escher-Zollikoser'fchen Sammlung nicht unbedeutende Kosten.

, Nach Ablauf des Eingabetermins für die Baupläne zum Polytechnikum mit 30. April 1858versammelte sich das vom Regierungsrath gewählte Preisgericht, um die eingegangenen 19 Arbeitenzu prüfen und die ausgesetzten Preise zu vertheilen. *

Aus dem vom 29. April datirtcn Berichte dieser Expertenkommission ergibt sich, daß keiner dereingereichte» Konkurspläne den Forderungen des Programmes Genüge leiste und mit diesem Ur-theile stimmte auch die von der Direktion angeordnete spezielle Untersuchung der Pläne durch dieStaatsbauinspekiion vollkommen überein. Es mußte daher vor Allem ein durchaus neuer Bauplansammt Kostenberechnung angefertigt werden, und es wurden mit dieser Aufgabe die Herren Pros.Semper und Staatsbauinspektor Wolfs beauftragt, nachdem sowohl dem schweizerischen Schulrathe,als dem Senate der Universität Gelegenheit gegeben war, ihre Wünsche über die Einrichtung dereinzelnen Räume und ihren gegenseitigen Zusammenhang auszusprcchen, resp. das Programm zuvervollständigen. Diese äußerst umfangreiche Arbeit konnte Mitte Wintermonat der Direktion deröffentlichen Arbeiten abgeliefert und am 7. Christmonat dem Regierungsrath zur Genehmigungvorgelegt werden. — Die Zwischenzeit, in welcher die technischen Vorarbeiten für den Bau gänzlichsistirt werden mußten, da eine weitere Ausarbeitung für den Bau vor ihrer Genehmigung keinenZweck hatte, wurde vom Bauinspektor benutzt, um ähnliche Anstalten im Auslande zu besuchen undderen Einrichtung kennen zu lernen.

Nach Eingang der Genehmigung der definitiven Baupläne durch die Behörden im Hornung1859 konnte endlich zur Ausarbeitung der Ausführu ngspläne und der übrigen damit in Verbindungstehenden Vorarbeiten geschritten werden. — Um dem Uebelstande der provisorischen Unterbringungder Anstalt wenigstens theilweise abzuhelfen, wurden vorerst die Vorarbeiten für das Nebengebäudeoder die chemische Anstalt beendigt, so daß Pläne, Baubeschrcibung und Kostenberechnung unterm30. Heumonat 1859 dem Regierungsrathe zur Genehmigung vorgelegt werden konnten. Nachdemdiese erfolgt und die Direktion zur Ausschreibung der Arbeiten ermächtigt worden war, begannensofort die Erdarbeiten, um die für die Ausschreibung nothwendige Zeit möglichst zu benutzen. DasResultat der Ausschreibung stellte sich zur Kostenberechnung ziemlich günstig, und es konnten diemeisten Arbeiten etwas unter dem Voranschlag vergeben weiden, und zwar: 1. die Erdarbeit zuFr. 1. 50 R. per Schachtruthe; 2. die Maurer- und Steinhauerarbeit an Herrn Baumeister Locherdahier für die Summe von 113000 Fr.; 3. die Zimmermannsarbeit an Herrn ZimmermeisterPfrunder in Männedorf für die Summe von Fr. 26109. 15 R.; 4. die Schreinerarbeit an HerrnZimmermeister Ulrich dahier für Fr. 6651. 95 R.; 5. die Glaserarbeit an Herrn GlasermeisterBrunner in Zollikon für Fr. 8013. 65 R.; 6. die Schlosserarbeit an Herrn Schlossermeister Spitzerin Riesbach für Fr. 3011. 10 R.; 7. die Spenglerarbeit an Herrn Spengler Brunner dahier für

* Der erste der zwei zweiten Preise wurde mit Nr. 17 den Herren Kubli und Tritschler in St. Gallen , der zweitederselben mit Nr. 3 Herrn Zeuch in Baden und ein dritter Preis mit Nr. 7 Herrn Ferdinand Stadler in Zürich zuerkannt.

Eine andere Reihenfolge nahm das von den Architekten bestellte Preisgericht an. Für I Nr. 7, für II Nr. 17, fürIII Boissonas in Genf und Locher in Zürich mit Nr. 5 und für IV Nr. 3.