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Schüler. Im Ganzen wurden von 38 Dozenten 93 Kollegien angekündigt und 83 davon wirklichgelesen, und zwar 70 in deutscher, 9 in französischer und 4 in italienischer Sprache.
Das angestellte Lehrerpersonal bestand am Ende des Berichtsjahres aus 32 Professoren, 7Hülfslehrern und 2 Assistenten. Außerdem erhielten 7 Personen die Erlaubniß zu öffentlicher Lebr-thätigkeit als Privatdozenten, von denen jedoch 2 im Laufe des Jahres die Anstalt verließen.
Außer den Lehrvorträgen wurden in den 5 Fachschulen Repetitorien und Examinatorien abge-balten, und von allen, mit Ausnahme der Bauschule, Exkursionen ausgeführt.
Sämmtliche vorgeschriebene Konferenzen haben sich zu Anfang des Jahres konstituirt und sindin Thätigkeit getreten.
Die Schülerzahl zeigte im Wintersemester 1855/56 183 Schüler und Zuhörer, im Sommer-semester 1856 nur 182; im Wintersemester 1856/57 dagegen 220 und zwar 93 Schüler und127 Zuhörer. — Unter den ersten befinden sich 24 aus dem Kanton Zürich , 63 aus der übrigenSchweiz und 6 Ausländer, unter den Zuhörern 51 aus dem Kanton Zürich , 55 aus der übrigenSchweiz und 21 Ausländer. — Nach den Fachschulen geordnet waren in der Bauschule 8, in derIngenieurschule 27, in der mechanisch-technischen Schule 22, in der chemisch-technischen Schule 16,m der Forstschule 6 und für Lehramtsvorbereitung 14 Schüler. — Der Fleiß der Studirendenwar im Allgemeinen befriedigend, und auch über die Leistungen spricht sich der Schulrath im Gan-zen günstig aus. 9 Schülern mußte jedoch die Beförderung in einen höhern Kurs versagt werden.Dagegen erhielten 2 Schüler des zweiten Kurses wohlverdiente Diplome zum Eintritt ins praktische Leben.
Die Fälle von Verletzungen der Disciplin betrafen unregelmäßigen Kollegienbesuch, einigeDuelle und nächtliche Unfugen. In einem Falle mußte gerichtlich eingeschritten werden, in einemandern wurde Relegation verhängt.
Das gesellige Leben der Schüler konzentrirte sich vorzüglich in 3 Vereinen, von denen der-jenige unter Leitung des Herrn Musikdirektor Baumgartner zur Gesangbildung eine sehr günstigeWirkung ausübte, während der Einfluß der beiden andern, die zur Klasse der gewöhnlichen Studenten-verbindungen gehören, wenn nicht nachtheilig, doch zweifelhaft war.
Die Entrichtung von Schulgeld, Honoraren oder andern Gebühren wurden völlig oder theil-weise 4 Schülern und 6 Zuhörern erlassen.
Fast alle Sammlungen und Werkstätten sind in befriedigendem Zustande, ja in erfreulicherEntwicklung begriffen, insoweit sie nicht durch Mangel an Raum daran verhindert werden. Alsgenügend dürfen bezeichnet werden, die topographische Sammlung für die Ingenieurschule, dieVorlagesammlung fürs Figuren- und Landschaftszeichnen, die Forstinsektensammlung wenigstens fürdie ersten Jahre. — Die polytechnische Bibliothek, die nun über 2000 Bände meist technischen undmathematischen Inhalts zählt, wurde am 7. Januar 1856 eröffnet. Mit ihr ist ein Lesezimmer ver-bunden, in welchem gegen 30 Zeitschriften aufliegen, die meistens mathematischen oder technischenFächern angehören. Sie ist täglich von 3 bis 7 Uhr offen.
Noch befinden sich die dem Polytechnikum angewiesenen Räumlichkeiten in 5 verschiedenen Ge-bäuden, theils in der großen, theils in der kleinen Stadt. "" -
Bezüglich auf die Rechnungsverhältnisse stellen sich die Einnahmen für 1856 auf Fr. 172470. 94 R.die Ausgaben (worunter ein Passivsaldo v.J. 1855 im Betrage von Fr. 10512.63) auf - 173128.75 -mithin ergibt sich ein Pasflvsaldo von Frj 657.81 R.