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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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Sammlung äufnete sich durch zirka 40 geschenkte und ungefähr 300 angekaufte Stücke, eine voll-ständige Reihe der in der Umgegend von Delsberg vorkommenden Bohnerze, Geschenk von HerrnIngenieur Quiqucrez, eine vollständige Petresaktensammlung aus dem Ltthographiesteinbruch amBötzberg von Herrn Mösch. — Die Paläontologische Sammlung wird durch Herrn PrivatdozentMayer mit großem Fleiße neu geordnet. Eine lithurgische Sammlung ist im Entstehen be-griffen. Die forstwrssenschaftliche Sammlung ist unverändert geblieben, ebenso die archäo-logische, indem die von Schweizern in Kopenhagen geschenkten 35 Stücke dänischer Alterthümerder antiquarischen Gesellschaft des Kantons Zürich , jedoch unter Vorbehalt des Milbenutzungsrechtesund gegen Empfangschein als Bundeseigenthum übergeben wurden. — Die Bibliothek ist be-reits aus zirka 4000 Bände angewachsen und wird staik benutzt, indem jeden Monat durchschnitt-lich üder 100 Bände ausgeliehen wurden und außerdem wird das Lesezimmer fortwährend zahlreichbesucht. Es ward deßhalb eine Erweiterung des Bibliotheklokals durch ein zweites anstoßendes Zimmer,sowie die Ausdehnung der Lesezeit nöthig.

Die Werkstätten und Laboratorien wurden so weit der Raum hinreichte, fast vollständigbenutzt. Die Werkstätte zum Modelliren in Thon und Gyps wurde im I. Semester von20 Schülern und 8 Zuhörern, im II. von 19 Schülern und 8 Zuhörern besucht, diejenige fürHolzarbeiten im I. Semester von 10 Schülern und 1 Zuhörer, im II. Semester von 9 Schülernbenutzt; von eben so vielen Schülern wurde die Werkstätte für Metallarbeiten besucht;beide lieferten Modelle für den eigenen Bedarf, erstere auch für das Polytechnikum sowohl als fürandere Schulen. Im chemischen analytischen Laboratorium arbeiteten im I. Semester4 Schüler und 19 Zuhörer, im II. Semester 3 Schüler und 10 Zuhörer. Außer dem täglichenBedarf schaffte er einige neue Apparate an. Die Prakiikanten lieferten 5 gedruckte Abhandlungen.Das chemisch-technische Laboratorium wurde im I. Semester von 3 Schülern und 9 Zu-hörern, im II. Semester von 4 Schülern und 10 Zuhörern benutzt. — Die Summe für Anschaffun-gen in das physikalische Kabinet beläuft sich auf Fr. 5337. 75 R., welche zum Theil aus demSpezialkredit geschöpft wurde. — Nach dem Inventar ist der Geldwerth aller Sammlungenauf Fr. 171470. 71 R. gestiegen, wovon die Maschinensammlung mit Fr. 18369. 54 R., diechemischen Laboratorien mit Fr. 19917. 74 R., die physikalische Sammlung mit Fr. 26168. 52 R.,der astronomische Apparat mit Fr. 9949. 18 91., die naturhistorische Sammlung mit Fr. 2l60t.66 R. und die Bibliothek mit Fr. 41000 kompariren. Dazu kommen noch Fr. 1370. 16 R. anverschiedenen Gerälhschaften — wodurch der Gesammtwerth des Inventars aus Fr. 172840.87 R. steigt.

Die Rechnung für das bürgerliche Jahr 1858 zeigt einen Vorschuß von Fr. 4546. 69 R.,welcher davon herrührt, daß mehrere im Reglemente vorgesehene Professuren unbesetzt blieben, fürweiche jedoch jene Summe nicht ausreichen würde. Von dem für die erste Einrichtung bewilligtenSpezialkredite sind noch Fr. 45944 übrig.

Was den Neubau anbetrifft, ist in dem ersten Theile dieses Artikes ausführlich mitgetheiltworden. Der von den Herren Professor Semper und Bauinspektor Wolfs von Zürich ausgearbeitetePlan erfreute sich allgemeiner Zustimmung.

Am Schlüsse des Schuljahres bestand die Lehrerschaft aus 32 Professoren, 8 Hülfslehrern und10 Privatdozenten. Die Lehrerkonferenzen fanden regelmäßig statt. Die zahlreichen und lange

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