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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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Die den Wegknechten für Besorgung dieser Leitungen bewilligten Besoldungszulagen haben sichdeßhalb um 32 Fr. 50 R. vermindert und betragen nunmehr nur noch 353 Fr. 50 R.

1859.

Für Besorgung der Telegraphenleitungen wurden nur noch auf vier Straßen Besoldungszulagenan die Wegknechte verabfolgt, nämlich auf den beiden Seestraßen von Zürich nach Feldbach undnach Richlersweil, ferner vom See an die Sihlbrücke und auf derjenigen über Langwiesen undGysenhard. Die Gesammtausgabe betrug 344 Fr.

1860.

Die längs den Landstraßen Nr. 1, 6, 12 und 13 noch bestehenden Telegraphenleitungen wur-den in bisheriger Weise durch die betreffenden Wegknechte besorgt, denen hierfür Besoldungszulagenverabreicht wurden, die sich im Ganzen auf 344 Fr. belaufen.

Mit Ende des Jahres 1860 befanden sich im Kanton Zürich von den 134 Telegraphenbureaux9 und zwar in folgenden Ortschaften: Zürich, Winterthur, Richtersweil, Horgen , Thalweil, Wädens-weil (seit 1853), Männedorf (1854), Wer (1857), Wetzikon (1859). — Die übrigen jetzt be-stehenden sind erst später entstanden.

Die im Laufe des Jahres 1860 auf dem Bureau Zürich empfangenen und abgegebenen De-peschen betrugen 47038 (die Zahl der bloß aufgegebenen Depeschen betrug 36570), mit welcherZahl Zürich die zweite Stelle bezüglich aus die Frequenz der Benutzung unter den Haupttelegraphen-bureaux der Schweiz einnimmt. Berechnet man die durchschnittliche Zahl der aufgegebenen Depeschenwelche auf 1000 Seelen der Bevölkerung treffen, so findet man 146. *

VI.

Nationalsubskription.

Vielleicht als das schönste Liebeswerk, zu welchem die Schweiz in diesem Jahrhundert sich ver-einigte, und woran der Kanton Zürich sich ehrenvoll betheiligte, dürfte die Nationalsubskription fürden Nachlaß des noch restirenden Theils der Sonderbundskriegsschuld angesehen werden. Der Anstoßzu derselben ging durch nachstehenden Aufruf von Genf aus, und wurde dann durch ein Zentral-komite der schweizerischen gemeinnützigen Gesellschaft an die Hand genommen.

Aufruf des Oerole National in Gens am 7. Februar 1852 an die

Eidgenossen.

Die schmerzlichen Prüfungen, welchen unser gemeinsames Vaterland gegen Ende des Jahres 1847unterworfen worden, haben in allen wahrhaft patriotischen Herzen trübe Erinnerungen zurückgelassen.

Der Lauf der Zeit hat allerdings schon manche dieser Wunden geheilt, aber nicht ohne Mitgefühlkann man jenen Zustand der Erschöpfung sehen, in welchem die sieben Kantone des ehemaligen Sonder-

* Kanton Baselstadt auf 1000 Seelen S21, Ktn. Waadt 187, Ktn. Neuenburg 278, Ktn. Genf 587; in der ganzenSchweiz 116.

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