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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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nung des Ertrags des Pflanzen - und Samenhandels erbaut worden. Auch ist der Bestand derMünzensammlung in stetem Wachsthum begriffen. Das von dem Gartendirektor, Herrn Pros. Dr.Heer, für die naturforschende Gesellschaft in Zürich abgefaßte Neujahrsblatt für 1853 enthält eineebenso anziehende als belehrende Beschreibung des Gartens.

1853/4.

In diesem Jahre wurden zu angemessener Verschönerung die Büsten Konrad Geßners undDecandolle's, beide verdankenswerthe Geschenke, aufgestellt, und durch die anständigere und solidereGarteneinfassung gegen die Thalgasse einem längst gefühlten Bedürfniß abgeholfen. Die Alpen -anlage hat eine neue Erweiterung und Bereicherung erfahren und die Münzensammlung im All-gemeinen hat durch neue Sendungen aus Peru, Columbien, Brasilien, Guatemala u. s. f. einenkostbaren Zuwachs erhalten. Eine Werthung der Treibhauspflanzen erreichte bei niedrigen Ansätzenden Betrag von 37580 Fr., nicht gerechnet die werthvollen Alpen - und Freilandpflanzen. DerSamen- und Pflanzenhandel wird fortwährend mit großem Erfolg betrieben.

1854/5.

Dem schon längere Zeit gerügten Wassermangel wurde durch eine Röhre laufenden Wassersabgeholfen, dagegen bedurfte der obere Teich einer gründlichen Reparatur. In dem vor 4 Jahrenerbauten Palmenhause gedeihen die Pflanzen vortrefflich. Für die Ueberwinterung der Kübelpflanzen,welche im Sommer zur Ausschmückung des Gartens in der Nähe der Gewächshäuser dienen undbis dahin während des Winters im Hörsaale untergebracht wurden und für das Werkgeschirr, sowie die Holzvorräthe, die giößtentheils im Freien gelassen werden mußten, war die Erstellung passen-der Räumlichkeiten nöthig geworden. — Auch in diesem Jahre hat sich der Pflanzenreichthum desGartens um ein Namhaftes vermehrt, besonders durch überseeische Verbindungen, welche demselbenviele wichtige und merkwürdige Pflanzen zugeführt haben, die zum Theil in der von Herrn Ober-gärtner Regel herausgegebenen Gartenflora der wissenschaftlichen Welt bekannt gemacht worden sind.Trotz der gedrückten Zeitumstände hat der Pflanzenhandel des Gartens keinen Abbruch gelitten.Der Bruttoertrag ist nahezu derselbe wie im vorigen Jahre, dagegen ist der Reinertrag um etwasgeringer, weil der Ankauf der im Preise gestiegenen Sämereien eine große Summe in Anspruchnahm. Immerhin konnten 1619 Fr. (oder mit den Zinsen 1829 Fr.) an die Domänenkasse alsRückzahlung an die für das Palmenhaus vorgeschossene Summe abgegeben werben, wodurch dieSchuld auf 6500 Fr. reduzirt wurde.

1855/6.

In diesem Jahre wurde die Anlage für Alpenpflanzen beträchtlich erweitert und sie enthältwohl die eigenthümlichste Sammlung von Freilandspflanzen. Sämmtliche Bäume und Sträucherwurden neu etiquettirt, die etwas verwitterte Gypsbüste Decandolle's wurde in Blei gegossen undbroncirt. Da für das Polytechnikum größere Anforderungen, namentlich in Bezug auf Forstwissen-schaft und Pharmazeut'! gemacht wurden, so mußte ein zirka eine Juchart großes Stück Land hinterder Kaserne für diesen Zweck urbar gemacht und bepflanzt werden. Der Pflanzenhandel brachte einenBruttoertrag von 14843 Fr.; somit nach Abzug von 1()o/g als Entschädigung für den ObergärtnerFr. 13358. 81 R. und nach Abzug der übrigen Ausgaben im Betrag von Fr. 3061. 29 R. einenReinertrag von Fr. 10297. 25 R., aus welchem die Bedürfnisse des Gartens bestritten werden.An die Stelle des als Direktor des botanischen Gartens nach St. Petersburg berufenen Herrn