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mit ihren religiösen Anschauungen übereinstimmen, sprach sich dagegen der Erziehungsrath dahinaus, daß gegen solche Renitenz auf gesetzlichem Wege einzuschreiten sei, da die Singschule keinkirchliches Institut, sondern eine Schulanstalt sei, welche die Kinder bis zu einem gewissen Alter zubesuchen pflichtig seien. — Als dann die evangelische Gesellschaft einen Privatdozenten von Göttingen durch Aussetzung eines Gehalts bestimmte, sich an der hiesigen Hochschule als Dozent zu habilitiren,so glaubte der Erziehungsrath im Interesse der religiösen Freiheit diesem Begehren keinerleiHindernisse in den Weg legen zu sollen.
Einen höchst erfreulichen Schluß des Schul-Dezenniums 1850/60 bilden dann die reichenLegate der Erben des Herrn Oberstlt. Kunz in Uster für Unterrichtszwecke, nämlich für eine SternwarteFr. 25,000, für Stipendien von Sekundarschülern Fr. 20,000 und für die Lehrer- Wittwen undWaisenkasse Fr. 20,000, welche auch hier dankbarer Erwähnung verdienen.
Feuersbrünste
Da die Feuersbrünste, welche in dem Dezennium von 1851 bis 1860 im Kanton Zürich stattfanden, bei den einzelnen Gemeinden speziell aufgeführt sind, so mag hier folgende allgemeineUebersicht genügen:
1851 1852 1853 1854 1855 1856 1857 1858 1859 1860
Es fanden Brandfälle statt
49
57
54
44
39
34
26
38
47
35
Dabei wurden Gebäude ganz eingeäschert
52
64
56
50
54
36
27
39
63
36
- - - lheiiweise -
49
35
42
33
14
31
17
24
42
35
Es wurde Brandstiftung angenommen in Fällen
6
6
4
8
6
2
2
—
3
1
Der Thäter wurde entdeckt in Fällen
4
3
—
5
3
1
—
—
—
1
Als Ursache des Brandes wurde angegeben:Fehlerhafte Bauart in Fällen
5
3
1
6
3
4
4
7
Fahrläßigkeit
5
3
11
5
2
3
3
8
2
1
Durch Kinder, mit Zündhölzchen spielend
2
4
—
5
—
2
4
2
2
3
Durch Blitzeinschlag
13
7
6
2
1
0
1
4
8
5
Die übrigen Fälle sind theils aus unbekannter Ursache entstanden, theils noch bei den Gerichtenin Untersuchung (Vergl. übrigens den Art. Brandassekuranz*.)
Finanzwesen
1850.
Die wichtigsten Geschäfte die der abgetretene Finanzrath noch besorgte war der Verkaufdes entbehrlich gewordenen Zollhauses in Andelfingen um a. Fr. 3288; der Ankauf einer Scheune (alsHolzbehälter) zur Pfrundlokalität Berg und eines Fahrwegrechts. Die Vermiethung des neuen Post-gebäudes in Zürich an das eidgenössische Postdepartement, und der Verkauf des Zollhauses inEglisau; eine weitläufige Korrespondenz mit dem schweiz . Justiz- und Polizeidepartement betreffend dieVergütung der Verpflegungskosten der deutschen Flüchtlinge und der Loskauf von der Verpflichtungzu Anschaffung und Unterhaltung der Löschgeräthschasten in Grüningen (mit a. Fr. 800). Für die
*) Der Grund, warum diese Tafel nicht ganz mit derjenigen im Art. Brandassekuranz übereinstimmt, muß darin gesuchtwerden, daß in jener die Untersuchung von mehreren Fällen noch schwebend war.