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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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dadurch das Wachsthum dieser Holzarten in Höhe und Stärke sehr zurück; eine nicht minder nachtheiligeWirkung davon war das gänzliche Mißrathen des Waldsamens. Die Ursache einer in den Sommer-monaten (1854) plötzlich auftretenden, sehr bedenklichen Pilzbildung auf jungen Trieben der Weiß-tannen konnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Endlich hatte in einem Lerchen- und Wcißtannen-aufwachs der Staatswaldung zu Kappet ein so beträchtlicher Wildschaden durch Eichhörnchen statt-gefunden, daß eine besondere Jagd auf dieselben angeordnet werden mußte. Im Jahr 1855 richteteder starke Schneesall im Hornung in mehrcrn Staatswaldungen, namentlich im Reidholz zuWädensweil, inden Fichtenstangenorten beträchtlichen Schaden an; den Kulturen, besonders den Saat-und Pflanzschulen war die Tröckne im Frühling sehr nachteilig, außerdem stifteten die Werren(Maulwurfsgrillen) in diesen letztern großes Unheil; ferner zerstörte der Rüffelkäfer in Richterswcileine ganze Fichtenpflanzung. In der Genossenschaft Uitikon wurden an mehr als 5000 fünf- biszwanzigjährigen Fichten von 2 bis 20 Fuß Höhe, die Gipfel und Endknospen an den jüngstenSeitenzweigen, wahrscheinlich von den Kreuzschnabeln, auf ihrem Wanderzuge in Ermanglung vonSamen abgefressen. Im Jahr 1857 zeigte sich der Rüsselkäfer, und etwas häufiger der Borkenkäfer ,und hier und da auch Spuren des Kiefermarkkäfers; dagegen ist die Schütte weit weniger häufig— in einigen Waldungen gar nicht aufgetreten. Die Spätfröste vom 3. und 4. Mai, und 14. und15. Juni schadeten den zarten Fichten- und Weißtannenauswüchsen. Im Winter 1857 und imFrühjahr 1858 zeigte sich der Borken- und Bastkäfersraß, besonders in den Kantonen Thurgau undSchaffhauscn, doch konnte seine Verbreitung im Kanton Zürich durch die schnell getroffenen Maß-regeln verhindert werden. Große Besorgniß erweckte auch das massenhafte Erscheinen der Kieserblatt-wespe in Flurlingen , doch zum Glück vergeblich, indem der fast entnadelte Bestand sich wieder erholte, unddas Insekt sich nicht weiter verbreitete. Im Brachmonat und Heumonat machte sich in einem50—80jährigen Weißtannenbestand zu Horgen ein bis jetzt noch nicht beobachtetes Uebel bemerkbar,indem die ein- und zweijährigen Triebe der im übrigen ganz gesunden Stämme ihre Nadeln, nach-dem sie roth geworden, verloren. Daß Insekt, das diese Krankheit veranlaßte, wurde nicht endeckt, alleines läßt sich vermuthen, daß der Schaden von einer Art Blattlaus herrührt. — Duft und Schnee-anhäufung haben besonders an der auf der Nordseite des Lägerbergs befindlichen Mittelwaldungdurch Niederdrücken der Forstreiser großen Schaden verursacht. Im Jahr 1858 brachte der nachbereits stattgehabtem Schlagbezug in den Waldungen von Kappel, im Sihlwald, an der Horgcregg,und im Wald bei Egg am 28. Christmonat eingetretene Schneebruch große Holzmassen zumAnfall, welche die Nachhaltigkeit weit übersteigen. Auch richteten die heftigen Stürme vom 31.Weinmonat und 1. Wintermonat 1859, sowie im Jenner 1860 im Laubholzhochwald und im Ober-holzbestand der Mittelwaldungen sehr großen Schaden an; die stärksten Eichen und Buchen erlagenihrer Gewalt. Auch blieb wegen des nassen Sommers und Herbstes die Samenerzeugung hinterder Mittelmäßigkeit, dagegen hatte man von Insektenfraß wenig zu leiden.

Uebersicht der wichtigsten Ergebnisse der Forstverwaltung.

Areal

1851.

1852.

1853.

Jucharten

1854.

1855.

der Staatswaldungen

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der Gemeinde- und Genossenschastswaldungen

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Total des Waldareals

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57939»/»

58341-/»