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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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burgcrschütte als Magazin dient, im Innern des Gebäudes vornehmen zu können. Die Gasbeleuchtungwurde nun auch im Schustcrsaal, im Küchenhof angebracht, und im Säulengang wesentlich ver-stärkt, so daß jetzt das Hauptgebäude in allen Theilen mit Gas erleuchtet ist.

1858.

In der Strafanstalt wurde eine Hauptreparatur aller Dächer vorgenommen, in der Kirche dieBestuhlung erweitert und theilweise verändert, so daß nun alle Sträflinge zugleich dem Gottesdienstbeiwohnen können; ferner die Erweiterung und neue Einrichtung des Magazins für die eigenen Kleiderder Gefangenen, sowie für Bett- und Kleidungsvorräthe der Anstalt; der Umbau des alten Sccht-ofcns beim Waschhaus zum Zweck der Holzerfparniß und nothwendige Reparaturen im Blatternhausevorgenommen.

1859.

In der Straßburgerschütte des Kornamts wurden ein großer Arbeitssaal, zwei'Schlafsääle undzwei Aufseherzimmer erstellt, wodurch das Blatternhaus frei wurde und zu einem Linge-Magazinund zum Trocknen der Wäsche verwendet werden kann. Das bisherige Tröcknerzimmer wurde in4 Schlafzimmer umgebaut und der 2te-Stock des Verwaltungsgebäudes als Wohnung für denDirektor eingerichtet und im untern Boden ein großes Zimmer für den Geistlichen der Anstaltgeordnet. Daö bisherige dem Pfarrer angewiesene Zimmer wurde zum Verhörzimmer eingerichtetund daneben noch ein Zimmer für die Aufsichtskommisfion und anderweitige Amtshandlungen vor-behalten. In Folge der Entweichung zweier Gefangenen wurden sämmtliche Saalthüren, sowie aucheinige Gitter mit neuen Chubbischen Schlössern versehen und die Windenöffnungen des Kornamtsgegen die Strafanstalt vergittert.

1860.

Außer den gewöhnlichen Reparaturen an Böden, Wanden, Fenstern, Dächern, Kenneln rc. derStrafanstalt sind als größere Bauten anzuführen: die Einrichtung von 4 Magazinen im Kornamtund im Chor der Oetenbacher Kirche, der Abbruch und Wiederaufbau des Schöpses am Beaten-rain, die Erstellung des großen Brunnens im Küchenhof, die Herstellung eines Zimmers für dieAufsichtskommission, der theilweise Abbruch und die Reparatur des Karrenschopss u. s. s.

4. Militärgebäude.

185t.

Es wurde der Kasernenhof neu gepflastert (Kosten 1077 a. Fr.) und in der Kaserne meh-rere Reparaturen vorgenommen; ebenso in der Werkstätte im Zeughaus zum Löwenhof, wo auchder Waffensaal restaurirt wurde.

1852.

Am Kanal der Pulvermühle bei Altstättcn wurden die Wehrwände erneuert und eineneue Brücke über denselben erstellt, in der Scheune ein neuer Heuboden aufgeführt. Im Augustwurden die Mühlgebäude in Folge einer Explosion gänzlich zerstört und das Wohnhaus bedeutendgeschädigt. — In der Kaserne wurde der Boden der Küche mit Platten neu belegt, der Offiziers-saal neu eingerichtet, 10 Offiziers- und 30 neue Soldaten-Bettstellen angeschafft und für die Dauer