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1859
wurde den Bestrebungen für Errichtung einer neuen Irrenanstalt durch die großmüthigen Verga-bungen der Erben des sel. Herrn Oberst Kunz und durch Legat des sei. Herrn Ott-Jmhof für die-sen Zweck ein neuer kräftiger Impuls gegeben.
1860
wurde dem Spital von der Kirchgemeinde bei Predigern eine Parzelle des ehemaligen Kirch-hofs von 5320 O' jur Benützung für die Patienten als Spazier- und Erholungsplatz überlassenund mit einigen Anlagen versehen.
Die Uebersicht über die Zahl der in der Irrenanstalt Verpflegten s. Altes Spital.
Die Beschreibung der neuen großartigen Irrenanstalt fällt in eine spätere Abtheilung derChronik des nächsten Dezennium.
L. Die Gebäranftalt.
1853.
Auf Anregung der Direktion der Medizinalangelegenheiten wurden die Hebammenschülerinnenvorläufig in der Gebäranftalt untergebracht, was sowohl für den Unterricht, als für die verpflegtenWöchnerinnen sehr bedeutende Vortheile bot und deshalb auch am 11. Januar 1854 von denBehörden definitiv beschlossen wurde.
1857.
In Folge von Fahrläßigkeit in Besorgung des Gaslichts im Schlafzimmer einer Wöchnerinkam, durch diese verschuldet, ein Erstickungsfall vor.
Im Lause des Jahrs 1859 wurde der Spitalpflege vom Regierungsrath ein Gutachten derErziehungsdirektion zur Antragstellung überwiesen, das im Wesentlichen dahin ging: es möchte biszu der Zeit, wo ein eigenes Gebäude für eine Gebäranftalt in der Nähe des neuen Krankenhauseserbaut sein werde, in der gegenwärtig bestehenden Anstalt das Nothwendigste nach den Wünschendes Direktors derselben verändert werden. Die Spitalpflege erwiederte hieraus, daß, obwohl dieErweiterung der Gebäranftalt nicht ein kantonales Bedürfniß sei, sondern vorzüglich im Interessedes höhern Unterrichts gewünscht werde, so könnte von Seiten des Spitals zu jenen Veränderun-gen Hand geboten werden, insofern demselben sämmtliche durch die Bauten verursachten, auf zirka1300 Fr. veranschlagten Kosten, sowie der größere Theil der weitem alljährlich zirka 2300 Fr. betra-genden Mehrauslagen (für Verlust an Kostgeld, Anstellung einer neuer Wärterin rc.) vom Staatemit 1600 Fr. vergütet würden. — Diesem Antrage ertheilte der Regierungsrath im Wintermonatim Wesentlichen seine Zustimmung und es wurden sodann in den ersten Monaten des Jahrs 1860die zur Erweiterung der Gebäranftalt erforderlichen baulichen Veränderungen vorgenommen. Dadurchkonnte eine Vermehrung um 10 Betten erzielt und dem Wunsche des Direktors entsprechend, auchein besonderes Zimmer sür denselben eingerichtet und die Gaseinrichtung in den Zimmern derSchwängern, Wöchnerinnen und Kranken, sowie in den Schlafzimmern der Hebammenschülerinnenbeseitigt werden.
Ganz am Ende des Jahrs war das häufige Vorkommen des Puerperalfiebers in der Anstalteine höchst beunruhigende, selbst in öffentlichen Blättern einläßlich und mitunter in scharferWeise besprochene Erscheinung, welche sowohl die Aufmerksamkeit der Direktion der Medizinalange-
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