Das unverkaufte Land wurde verpachtet und ertrug an Pachtzinsen 446 Fr. Durch die günstigenVerkäufe wurde es möglich, eine Schuld von 29300 Fr., welche auf dem Schanzenwesen zu Gunstender Staatskasse haftete, abzubezahlen. Die übrigen Ausgaben betrafen die Ausbesserung eines Stücksder Schanzenmauer beim Steg im Selnau (Kosten 1959 Fr.), ein anderes bei der Sihlbrücke(465 Fr.), und eines beim Falken (465 Fr.). Die Entwässerung und Bekiesung des Exerzierplatzeshinter der Kaserne kostete 2667 Fr. 62 R. Die Kosten der Remeduren in dem Zeughaus im Sihl -wiesli belaufen sich auf Fr. 5961. 61 R. (für Herstellung an Dachung, Gittern in den Licht-öffnungen, Gestellen für Ausbewahrung von Pferdegeschirr rc.). — Die Gesammtausgabe für dasSchanzenwesen mit Inbegriff der Abzahlung der oben erwähnten Schuld von 29300 Fr. an dieStaatskasse betragen Fr. 45971. 32 R.; die Einnahmen Fr. 97566. 75 (oder Fr. 81566. 75 R.mehr, als das Budget annahm).
1852.
In der Kleinen Stadt konnten noch vier Bauplätze am Schanzengraben zusammen 49821für 63/z ß. per verkauft werden. Drei Bauplätze an der Rämitannenstraße zusammen 40000 dsiwurden von der Spitalpflege für 10000 Fr. a. W. erworben, die aber erst im Jahr 1853 zuentrichten ist, da gemäß Vertrag der Spital den circa 1400 Kubikklafter haltenden Wall vorerstabzutragen hat. Das noch unverkaufte Schanzenland wurde um 600 Fr. n. W. verpachtet, dieStraßen, Tollen und Mauern auf Schanzengebiet so weit möglich unterhalten und beim Schanzen-berg eine neue 147^ lange Abzugstolle angelegt und die Zeltwegstraße verbessert. In Folge derheftigen Gewitterregen vom 17. und 18. Herbstmonat wurden mehrere Gassen auf Schanzengebiet,namentlich die steile Weinberggasse durch den sonst ganz unbedeutenden Mühlehaldenbach stark beschädigtund ausgeschwemmt und das Bassin bei der Kantonsschule durch den Wolfbach mit Geschieben ausgefüllt;die Wiederherstellung dieser Schädigungen kostete circa 600 Fr. Für Reparaturen und Verbesserungen imneuen Zeughaus im Sihlwiesli wurden 3300 Fr. ausgegeben. Da auf dem im vorigen Jahre veräußertenSchanzenland bereits mehrere Bauten errichtet wurden, so hatte sich die Direktion mit Prüfung dereingereichten Baupläne zu beschäftigen, wobei sie sich strenge an die Bestimmungen des Gesetzeshielt. Nachdem der Regierungsrath durch Beschluß das Selnau als zur Stadt gehörend erklärthatte, mußte die Ausmarchung des Stadtbannes vorbereitet werden. Die Gesammteinnahme fürverkaufte Liegenschaften, abbezahlte Kapitalvorstände, Kapital-, Mieth-, Boden- und Lehenzinse rc.betrug 27749 Fr. 12 R. n. W., die Ausgabe 14390 Fr. 49 R. n. W.
1853.
Es konnte nur eine kleine Parzelle Schanzenland von circa 2000 m' im Sihlwiesli zu 43 R.per verkauft werden. Neben den gewohnten Arbeiten, d. h. der Unterhaltung der Straßen,Tollen und Mauern auf Schanzengebiet kamen zwei größere Bauten vor, nämlich eine neue Kanal-brücke, welche das Wasser des Sihlkanals außerhalb der ehemaligen Sihlporte über den Schanzen-graben führt, und die Uferbekleidungen daselbst, da beide morsch und baufällig geworden waren.Die erstere muß von der Stadt, letztere vom Staat unterhalten werden. Die Gesammtbaute wurdein den drei letzten Monaten des Jahres ausgeführt, was den Staat Fr. 8073. 7 R. kostete. Einezweite ähnliche Baute betraf die Abtragung der überflüssig gewordenen sogenannten Wasserbrückeam Sihlkanal oberhalb der Thierarzneischule und Herstellung der beidseitigen Uferbekleidungen ausWürenloser Quadern, wofür die Kosten cirka 1100 Fr. betrugen. Außerdem beschäftigte sich die