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Beim Mittagessen wurde, nachdem Oberst Kurz dem Vaterland den ersten Toast gebracht hatte,von Hrn. Konsul v. Heimann der Gruß der Bremer in gebundener Rede von F. Rupeni (s. Bei-lage Nr. 2) vorgetragen und dem schweizerischen Bundesrath ein Hoch gebracht. Es solgten Toastedem Kanton Zürich, der Schwesterrepublik Nordamerika als am Gedenktag der Nordamerikanischen Unabhängigkeitserklärung (4. Juli 1796), der schweizerischen Freiheit, der Befreiung Neuen-burgs u. s. w.
Nachmittags tagte in dem Parke von Hrn. Bodmer-Stocker dem Festplatze gegenüber die Schützen-gemeinde, wobei die Rechnung dem abtretenden Zentralkomüe abgenommen und der 8 16 der Sta-tuten dahin abgeändert wurde, daß von nun an fremde Schützen einzig von der Scheibe Vaterlandausgeschlossen sein sollen. Für Uebernahme des Festes von 1861 meldeten sich Neuenburg undNidwalden .
Alte Schützen behaupten, daß noch nie so lebhaft geschossen wurde; es ertönte Knall auf Knallwie bei einem Rottenfeuer. Leider wurde ein Zeiger durch einen Splitter am Auge verwundet undmußte ins Spital gebracht werden.
Im Wirthschaftsbüreau konnte die Billonmünze nicht mehr gezählt, sondern nur noch nachdem Gewicht gemessen werden. An diesem Tage wurde der Festplatz auch von der Herzogin vonParma besucht. Zu Ehren der anwesenden Gäste hat die Künstlergesellschaft auch eine Gratis-ausstellung angeordnet.
5. Juli (Dienstag).
An diesem Morgen wurde den in Zürich anwesenden österreichischen Militärs, welche beim Auf-bau der Kugelfänge thätig gewesen waren, vor ihrer auf den 6. festgesetzten Abreise beim Besuchdes Festplatzes ein bescheidenes Mahl in der Festhütte gegeben, um auch noch ein wenig Festfreudezu genießen und einen freundlichen Eindruck vom Schweizerleben mit heimzunehmen.
Eine recht erfreuliche Erscheinung war auch eine festbesuchende Schule, deren fröhliche Kinder-schaar unter ansprechendem Gesang mit hellen und klaren Jugendstimmen durch die Festhalte zogen.
Um 9 Uhr, wo die Bremer Gäste bei ihrer Lustfahrt aus dem See am Schießplätze vorbei-fuhren, wurden dieselben durch Kanonenschüsse begrüßt. Diese Fahrt bildete eine der schönsten Epi-soden des Festes, weshalb ihr am Schlüsse einige Zeilen gewidmet werden sollen.
Um 9Vr Uhr rückte die Fahne von Uster, dann diejenige von Fischenthal , und hieraus dieThurgauer Kantonalschützenfahne ein. Diese begleitet von zirka 150 Schützen, dann die Fahne vonPsäffikon und eine Avantgarde der Genferschützen mit zwei Fahnen.
Beim Mittagessen sprachen von der Rednerbühne die Herren Oberst Benz, Dr. Cafimir Pfyffervon Luzern , Rybi von Ermatingen, Jolissaint von St. Immer, Gallmann aus Neuenburg.
Abends wurde die Festhütte von zahlreichen Damen besucht.
6. Juli Mittwoch.
Ungeachtet der schon am frühen Morgen außergewöhnlich hohen Temperatur ist das Schießengleich nach 6 Uhr sehr lebhaft.
Nach 10 Uhr rückten nach einander die Schützen von Zug, von Hallau und von Solothurn ,diese mit 4 Fahnen (von Solothurn, Ölten und Hägendorf ) ein* und in der Zwischenzeit fiel dergemüthliche Akt der Ausstellung des Modells der Helvetia, d. h. des in Bremerhafen gebauten undgetauften Schiffes vor. Dabei berichtete Dr. Heineken, daß zu Hause einem Freunde ein Mädchen
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