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geboren worden, das er »Helvetia" zu taufen wünsche und für das er seine Schweizerfreunde alsTaufpathen erbitte. Ebenso sei in Zürich einem seiner Landsleute ein Knabe geboren worden, demdie Bremer zu Gevatter stehen wollen und für welchen der Sprecher den Namen »Roland"*)vorschlage.
An der äußerst zahlreich besetzten Mittagstafel, wobei Toaste von Reg.-Rath Treichler, Seminar-direktor Dula (der Freundschaft zwischen Bremen und Zürich ), Ruß und Dr. Heineke, beide ausBremen u. s. w. ausgebrackst wurden.
Abends gegen 6 Uhr rückten die 4 Banner der Urschweiz, Luzern, Uri, Schwyz und Unter-walden, über 700 Mann stark, an der Spitze des Achtung gebietenden Zuges die treffliche Musikvon Luzern und vier stattliche, in alter Schweizertracht gekleidete Männer mit den ächien Harst-hörnern ein. Beim Anblick des Tell am Eingang in die Seefeldstraße brach die ganze Kolonne in lautenanhaltenden Jubel aus, der deutlich zu erkennen gab, wie sehr diese Aufmerksamkeit ihr Herz ge-troffen habe. Herrliche Worte sprach der Sprecher der Waldstätte, Hr. Nationalrath Vonmatt undder seine Landsleute begrüßende Pfarrer Kälin. Man sah bei diesem hehren Akte Männer von festemCharakter und Eidgenossen von viel Erfahrung solcher Stunden helle Thränen weinen über dieSchönheit und Herzlichkeit dieser wahrhaft nationalen Freudenäußemng.
Eine halbe Stunde später folgte die Fahnenabnahme und Verabscheidung der Bremer , welchedurch ihre Sprecher, die HH. Heineke und Ruß, warme Worte der Freundschaft und des Dankesäußerten, die ebenso herzlich von Hrn. Präsident Dubs erwiedert wurden.
Ein Händedruck schloß die feierliche Scene und unter lautem Abschiedsgruße der Menge zogdie Bremer Fahne ab.
7. Juli (Donnerstag).
Da der Ständerath auf heute dem Feste seinen Besuch in Aussicht gestellt hatte, und auch ausandern Gründen, erwartete man auf diesen Tag eine Art von Völkerwanderung nach dem Festplatze,und man täuschte sich nicht in seinen Erwartungen.
Nach 10 Uhr erschien die neugestistete Gesellschaft vom Allmann, dann die St. Galler mit4 Fahnen, angeführt von Hrn. Landammann Curti. Darauf folgte Glarus und während desMittagsmahls Genf mit 3 Fahnen. Nach dem Essen erschienen Appenzell (Herisau) und Chur .
Beim Mittagessen war der Zudrang zur Festhütte so stark, daß ein zweites Mahl servirt werdenmußte. Toaste wurden ausgebracht vom Ständerathspräsidenten Niggeler, Jacottet aus Neuenburg,Kaiser von Zug, Pfarrer Kälin und Ständerath G. Salis. Die Luzerner - und die Festmusik wett-eiferten mit einander und die Kuhreigen der Elstern erregten einen wahren ,va 6»po"-Sturm.
Nach dem Nachtessen erschien Waat mit Hrn. Oberst Bourgeois an der Spitze, dessen Be-grüßung Hr. Pfr. Caumont zum Theil mit einem Lied in franz. Patois antwortete, dann Aargau ,geführt von Hrn. Reg.-Rath Hanauer. Verabschiedet wurden die Fahnen von Zug und vom öst-lichen Feldschützenverein.
Außerordentlich zahlreich war auch das Landvolk zu Fuß, zu Wagen, zu Schiff und auf denEisenbahnen erschienen, und obgleich diese Dampfboote etwa 12 vollgepfropfte Schleppschiffe ange-