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»Wenn der Herr das Haus nicht bauet, so arbeiten die umsonst, so daran bauen. Wenn derHerr nicht die Stadt behütet, so wachet der Wächter umsonstsprach der Redner vor einer in tiefer Stille auf seine Worte lauschenden Menge, worauf ein kurzesGebet und das Lied:
Wir danken alle Gott mit Herzen und'mit WortenDer große Dinge thut mit uns an allen Orten,
Der mächtig uns erhält und von der Kindheit anMehr wohlthut als ein Mensch verstehn und zählen kanndie schöne Feier würdig schloß.
Bald nach dem Gottesdienst verabschiedeten sich die Neuenburger. Dann rückte gegen 11VrUhr die Fahne von Tessin ein, geführt von Hrn. Nationalrath Jauch und begrüßt in italienischerSprache von Hrn. Lehrer Hardmeier. Beim Mittagessen sprachen von der Rednerbühne die Hrn. Dubsund Bundesrath Fornerod beredte vaterländische Worte, ferner Hr. Staatsrath Mauron von Frei-burg, Ständerath Vicari, Philippin und Pfr. Kälin.
Es verabscheideten sich ferner die Fahnen von Genf, Schaffhausen, Baselland und Stuttgart .
Nachmittags wurde noch eifrig geschossen und Abends war noch immer festliches und buntesTreiben in der Festhütte. An diesem Tage hat die Nordostbahn 17070 Personen befördert.
11. Juli (Montag).
Die Montagnards von Neuenburg (Lachauxdefonds) verabscheideten sich.
Beim Mittagstisch erschien die Herzogin von Parma und überreichte einen kostbaren silbernenBecher mit silbernem Präsentirteller als Festgabe, nachdem sie sich von der ganzen trefflichen Or-ganisation der Festfeier bis ins Einzelne durch den Augenschein unterrichtet und dieselbe bewun-dert hatte.
Toaste wurden dem Vaterlande, den Schweizermannen, der schweizerischen Nation, unsernBergen rc. gebracht.
Nachmittags war von 3 bis 7 Uhr fast ununterbrochen von Abschiedsscenen und Empfang-nahme von Nummernbechern gewidmet, und häufig kamen die abziehenden Gäste und die glücklichenGewinner beim Gabentempel und der Fahnenburg mit einander in zwar immer freundschaftlichsich lösenden Konflikt.
Es schied die mit eidgenössischer Schützenbeute reich beladene Gesellschaft vom Allmann, danndie Kantonalfahne von Waat mit ernstem Abschiedsgruß, hierauf die aargauische Kantonalfahneunter launigem Scherz, dann die Glarner Schützen; endlich die Schützen von Uster .
Bereits mochte man das allmälige Heranrücken des Schlusses ziemlich fühlen, doch bewegte sichnoch immer eine fröhliche Menge durch die Festhütte.
Am Vormittag des letzten Festtages wurde noch wacker geschossen; sonst fanden keinerlei beson-dere »Ereignisse" auf dem Festplatze statt.
12. Juli (Dienstag).
Um Mittag füllte sich die Festhütte mit nahezu 3500 Gästen und die Tafelfreuden hatten ihrenungestörten Verlauf. Toastirt wurde von Hr. Regierungspräsident Zehnder, dem Vaterland und der