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Wir haben übervoll für Euch die HändeVon lieber Worte, lieber Wünsche Spende,
Von Allen, die daheim zurückgeblieben,
Euch nur das Beste gönnen und Euch lieben.
Wir bringen Grüße aus der Heimath GauenAuch an die lieben holden Schweizerfrauen,
Die ruhig an des Hauses Herde waltendUnd ihre Weibertugend still entfaltend,
Die Sitte mit der Anmuth eng verwebenUnd lächelnd Blumen streuen in daS Leben.
Der alte Roland hat uns aufgetragen,
Dem Kriegsgenossen aus vergangnen Tagen,
Dem Berner Christoph seinen Gruß zu sagen.
Er wäre gern mit uns hierher gekommen,
Doch er entsagte, uns'rer Stadt zum Frommen;Denn immer ernster zieht die Zeit heran,
Und Niemand weiß ja, was sie bringen kann.Doch will er, kämen Feinde auch in Schaaren,
Schützengruß von
Wetterumzogen brausen die Wogen,
Aber die Sterne, sie sind dir gewogen!
Steure, du Schweizer , im VölkerorkanRuhig, wie Tell ihn gesteuert, den Kahn!
Tapfere Schützen werden sie schützen,
Kräftige Stutzen werden sie stützen,
Sichere Hand und sicherer BlickWerden behüten die Republik .
Einstens vor Schergen tief in den BergenKam sie die heilige Quelle zu bergen.
Trüben sie draußen die Rhone, den Rhein Quelle bleib' helle! der Strom wird rein.
Quelle bleib' helle! schneeschimmernde WälleSendet herunter die läuternde Welle!
Sendet an ewigem Glanz so reichKlarheit hinaus ins verworrene Reich.
Den Wein im Keller treu für Euch bewahren. —O mag die Wolke, die den Himmel jetztVerfinstert und die Welt in Schrecken setzt,
Der grellen Blitze röthliches GefunkelSchon niederzucken ließ aus ihrem DunkelMit ihren Wettern, ihrer Stürme Wehen An Euch, sowie an unS vorübergehen!
Des Himmels segensreiches Kind, der Frieden,
Sei unsern beiden Ländern stets beschicken!
Doch bleibt die Prüfung ihnen nicht erspart,
So werden sicher sie in gleicher ArtMit starkem Arm, mit gutem, scharfen EisenZurück — den Hebelgriff deS Feindes weisen.Empfangt noch einmal, Alle in der RundeDen lauten Freundesgruß aus meinem MundeUnd nehmet die Pokale froh zur Hand:
Ein Hoch, ein Hoch dem freien Schweizerland!
F. Ruperti.
G(eorg) H(erwegh).
Fort mit den kranken, den TodeSgedanken!Heiter den himmlischen wollen wir danken:
Säulen der Freiheit, ihr stehet noch fest!
Sonne der Freiheit, verkläre dieß Fest!
Liebend umschlossen alle die SprossenHalte am Stamme der Eidsgenossen,
Segne sie alle die Männer in Wehr,
Die von den Alpen und die vom Meer!
Segne, die ringen und muthig sich schwingen!Ringende Geister und Herzen mit Schwingen!Segne daS Spiel und den friedlichen SchußBlitzende Sonne des Julius!
Doch wenn die alten, die finstern GewaltenKommen hier oben im Lichte zu walten,
Treffer im Himmel, zu unserm Heil
Lenke die Kugel, wie einst den Pfeil! G. H.