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1850, Sonntags den 21. Juli starb Hr. Joh. Jakob Heidegger, Pfarrer, auf dem Wege zurEisenbahnstation Altstetten. — Sonntags den 22. September wählte die Gemeinde Hönggden Hrn. Heinrich Hirzel von Zürich , bisherigen Pfarrverweser in Stcrnenberg, mit 192 von 228Stimmen zum Pfarrer. — 1851. Im September vollendete die Gemeinde die Straße III. Klasselängs der Lrmmat und erhielt an die Kosten einen Staatsbeitrag von 4300 Fr. - 1854, 11. Aprilbrannte in Oberenftringen ein Haus ab; der Brand wurde von Kindern veranlaßt. — ImEggbühl bei Höngg wurde ein Achtpfünder Mörser ausgegraben, der laut Inschrift von GeneralWashington dem Regiment Auvergne für die Einnahme der Redouten von Uorktown in Virginien (19. Okt. 178l) geschenkt wurde. Wie er an diese Stelle kam, weiß man nicht. Es standen zwarauch Schweizer bei jenem Regiment. Der Finder, Herr G. Vögeli, der seiner Zeit mit dem PrinzenLouis Napoleon in Thun als Artillerieoffizier die Militärschule mitgemacht hatte, schenkte den Funddem nunmehrigen Kaiser von Frankreich , welcher denselben im National-Museum aufstellen ließ,und Hrn. Vögeli mit einem prachtvollen Jagdgewehr beschenkte. — 1855. Am 14. März in derNacht um 3 Uhr brannte das Haus des Hrn. Franz Schinz auf der Risi bei Höngg ab. EinLandstreicher, Jakob Gautschi von Reinach , ver schon einmal wegen Brandstiftung 9 Jahre Ketten-strafe erhalten hatte, wurde als Thäter ergriffen. Er hatte das Haus aus Rache wegen abge-schlagenem Nachtquartier angezündet. Derselbe erhielt vom Schwurgericht 15 Jahre Kettenstrase.— 1857. Am 27. August fand die festliche Einweihung des neuen Schulhauses statt, das an derStelle der alten Wettinger Trotte im Jahr 1856 erbaut wurde und 25031 Fr. 64 Rp. kostete.Die Reparaturkosten des alten Schulhauses beliesen sich auf 1274 Fr. 22 Rp. An die Kosten des-selben erhielt die Gemeinde im Februar 1858 einen Staatsbeitrag von 2300 Fr. — 1859. Am14. März fand ein fröhlicher Fastnachtsumzug statt. — Von der am 13. November 1859eingesammelten Liebessteuer für die im Sommer des Jahrs durch Hagel Geschädigten erhielt derBirchrütihof 560 Fr. — die schon 1835 durch freiwillige Beiträge gegründete Arbeitsschule fürMädchen wurde durch das neue Schulgesetz obligatorisch erklärt. — 1860. Eine Gesangauf-führung im November warf für die verfolgten Christen in Syrien 147 Fr. ab. — Bezüglich ausdie Fruchtbarkeit der Jahrgänge 1850—1860 mit Rücksicht auf den Weinbau entnehmen wir der1869 erschienenen Schrift »Die Kirchgemeinde Höngg", urkundlich geschildert von H. Weber ,Pfarrer, folgende Notizen: 1850 und 1851 brachten als nasse Jahre einen sehr ungünstigen Er-trag. — 1852 etwas besser, doch von zahlreichen Gewittern bedroht. — 1853 wegen bedeutenderKälte im Frühling und regnerischem Sommer geringer Ertrag und späte Weinlese. — 1854 gegenEnde April die schönsten Schoße erfroren, daher Quantität sehr gering, Qualität vortrefflich.Der Preis stieg von 70—75 Fr. im Herbst, später bis 90 Fr. — 1855. Schöner Mittelwein, deraber ungewöhnlich viel Weinstein absetzt. — 1856. Der Quantität nach reich, doch etwas geringerals im letzten Jahr. — 1857 viel und sehr guter Wein. Seit 1834 waren die Gewässer nie mehrso niedrig. — 1858. Aehnlich dem Wein von 1856. Früher und strenger Winter. — 1859. DerSommer versprach viel, aber das Gewitter vom 4. August zerstörte den halben Ertrag; zirka 15Saum per Juchart, aber von ausgezeichneter Güte. — 1860 ungemein nasser Jahrgang, daherwurde der Wein sauer, zumal ein Frost unmittelbar vor dem Herbste eintrat.