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von Hrn. Jmhof, Kaufmann daselbst 1000 Fr., als Geschenk mit der Bestimmung, daß bei demalljährlichen Weihnachtsfest in der Waisenanstalt jedem einzelnen Zöglinge derselben zu den übrigenGaben der gleiche Zinsantheil des obigen Kapitals in Baar beigelegt und der Sparkasse derbetreffenden Zöglinge zugetheilt werde. — In Winterthur trat Hr. Rector Troll nach dreißigjährigerLehrerthätigkeit in Ruhestand. Bei diesem Anlaße ertheilte die Hochschule in Zürich demselben dasDoctordiplom; auch wurde bei der dabei stattfindenden sehr schönen Jubelfeier der erste Grund zueinem Stipendienfond gelegt, der bald durch freiwillige Beiträge erweitert, schon im Juni auf über6000 Fr. angewachsen ist. — Die Hülfsgesellschaft in Winterthur beschloß armen Kindern aus andernGemeinden die oft hungrig den weiten Weg zur Schule kommen, kleine Reisegelder zu bezahlen. — Vom15. März bis 1. April fand in Winterthur die schweizerische Kunstausstellung im neuen Knabenschul-gebäude Statt. — Am 25. März feierte man auch in Winterthur die Eröffnung der St. Galler-Appen-zellerbahn. — Juni. Die Stadt Winterthur beschloß, ihren Mitgliedern des Bundes- und des Re-gierungsraths, sowie des Obergerichtes die bisher stipulirten Ehrengeschenke auch ferner zu ertheilen.— Bei dem am 1t. und 12. August in Winterthur abgehaltenen Turnfest, an welchem 350 Tur-ner unter 32 Sektionsfahncn Theil nahmen, starb ein hoffnungsvoller Jüngling (Ecklin von Basel )in Folge einer Unterleibsentzündung. — Am 20. August starb in Winterthur Herr Dekan Ziegler, ersterStadtpfarrer daselbst. — Im September wurde in Winterthur eine Drainirgesellschaft für die Ost-schweiz gegründet. — Im Oktober wählte die Kirchgemeinde Winterthur zu ihrem Pfarrer den Hrn.Joh, Kasp. Zollinger von Zürich. — Zwischen der Stadtgemeinde Winterthur und der Regierung wurdeein Beitrag abgeschlossen über Abtretung der der erstern zustehenden Rechte und Verpflichtungen bezüglichder Pfarrpfründen Seuzach, Wülflingen und Pfungen an den Staat, wogegen die Gemeinde Winter-thur eine Entschädigung von Fr. 166950 zu entrichten hat. — Laut der 43sten Rechnung desWinterhurer Hülfsvcreins hat derselbe im Jahr 1855 für die Wafferbeschädizten im Rheinthal950 Fr., für die durch Erdbeben heimgesuchten Walliscr 1650 Fr., und eine Summe für armeKinder an Kleidern und Nahrungsmitteln; im Ganzen Fr. 5647. 65 an 289 Personen ausgegeben;dagegen an Legaten 1828 Fr. eingenommen. Zu Abschaffung des Bettels gingen 13967 Fr. 98 R.ein, wogegen 11567 Fr. ausgegeben wurden. — December. Herr Ziegler-Pellis hat von derckenrie nationale cle Trance mit Rücksicht auf seine Verdienste in der Thonwaarensabrikation dieVerdienstmedaille erster Klasse erhalten. — 1857, Januar. Auf dem Rathhause zu Winterthur wurdevon einem Diebe, der sich einzuschleichen wußte, die Gerichtskasse geleert, in der sich zirka 3000 Fr.fanden. Im April entschied dann der Regierungsrath, daß der Diebstahl als an dem dortigen Ge-richtsschreiber verübt und nicht als am Staate begangen zu beurtheilen sei. — Die Hülfsgesellschaftvon Winterthur erhielt im Laufe des Jahres u. a. folgende schöne Legate: Fr. 500 von HerrnHintermeister, Kaufmann, 800 Fr. von Frau Blum-Landenberg, Fr. 500 von Herrn Geilinger imGrünenhof, Fr. 800 von Hrn. L. Greuter von Frauenfeld . — Oktober. Die gemeinnützige Gesell-schaft des Bezirks Winterthur beschloß die Gründung einer Viehleihkasse auf Aktien. — November.Für das Jahr 1858 wurde Bundespräsident Herr Dr. Jonas Furier von Winterthur mit 112 von133 Stimmen. — 1858, Juni. Die Stadtgemeinde Winterthur wählte fast einstimmig den Herrnalt Regierungsrath Dr. jur. I. Sulzer zu ihrem Stadtpräsidenten. — Juli. Winterthur errichtetein Pompier-Freikorps. — Dezember. An den Bau der reformirtcn Kirche in Luzern steuerte Winter-