110
Die wichtigsten Versuche indessen, welch'e bezüglich der Härte-verhältnisse an Krystallen ausgeführt wurden, finden sich nieder-gelegt in einer classischen Arbeit von F. Exner (Unters, über dieHärte an Kry stallflächen, eine von der Kais. Ac. d. Wiss. zu Wien gekrönte Preisschrift, Wien 1873), welche im Wesentlichen folgendeResultate ergab, welche an 116 Beobachtungsreihen und an 17 Sub-stanzen gewonnen wurden. (Vergl. die Härtecurve Fig. 120.)
Fig. 120.
195
Härtecurve einer Hexaederfläche des Steinsalzes. Die Linie 0 — 180°liegt parallel der Hexaederkante.
1. Flächen, welche von Spaltungsebenen nur unter senkrechterIncidenz durchschnitten werden, ergeben für keine ihrer Richtungenim positiven und negativen Sinne derselben einen Unterschied inihrer Härte.
2. Wenn Flächen auch von Spaltungsebenen unter schiefer In-cidenz durchschnitten werden, so ergehen dieselben nur dann fürjede ihrer Richtungen im positiven und negativen Sinne keinenUnterschied der Härte, wenn je zwei von den schief incidirenden