Buch 
4 (1824) Die Geschichten der Stadgemeinde Zug / von Franz Karl Stadlin
Entstehung
Seite
192
JPEG-Download
 

192

1443 stobt / und riech den Zürcher » , wegen der Uebcrzahlder Feinde / ein Gleiches. Daß das nicht geschehe/wandten sich die Eidgenossen 109) plötzlich gegen Wie«dikon / den Feind von der Stadt abzuschneiden, unddie Sonne in Rücken zu bekommen. Der Bürgermei-ster Stüßi stand , den entscheidenden Kampf erwartend/bey dem Sicchenhause St. Jakob. Aber unter seinVolk kam Unordnung. ES wurde von den stiebendenoesterrcichischen Reitern über die Svlbrücke mitgerissen,Freunde kannten sich nicht Ito) und die Feinde dräng-ten darüber. DaS — die Einnahme der Vaterstadt,des einzigen Gegenstandes seiner Liebe und seiner Sor-gen — wollte er nicht überleben, stellte sich dem an-dringenden Feinde, wie der Römer Umatlus Loclss ge-gen die EtruSker, mit der Streitaxt entgegen. Die Aktseines Todes ist zweifelhaft. Der Tod selbst so edel,so groß, daß man versucht ist, ihn den zürcherischcnWinkelried zu nennen.

Hätte eine. Frau, aus dem Geschlecht der Ziegler,das Schloßgitter nicht herunter gelassen, so wäre die

*09) Auf Anrathen der Hauptlcuten, worunter AinmannZoll Spiller, Bürger von Zug.iro) Die Eidgenossen hatten rothe Kreuze auf der Brust,am Rücken weiße. Bericht des Bürgermeistersund Rath der Stadt Zürich auf Montagnach St. Zakobstag.