Buch 
4 (1824) Die Geschichten der Stadgemeinde Zug / von Franz Karl Stadlin
Entstehung
Seite
206
JPEG-Download
 

206

bestätigt, daß kein Theil gegen dem andern dem HerzogHülfe oder Vorschub geben soll. UeberdaS versprichtder König noch eine jährlich? Pension von 20,000Pfund 154). Im Innern der Schweiz immer noch tiefeRuhe. Die Stadt Zug benutzt sie haushälterisch 155).An den Gränzen zieht sich das Gewitter zusammen.

1474 Karl kam mit 4000 Pferden in seine verpfändetenHerrschaften. Bey dieser Gelegenheit klagten ihm dieEidgenossen wegen Mühlhausen und Hagenbach . Erentließ sie übermüthig/ und ließ für Hagenbach 800Mann in Breisach . Das empörte die Stände der Pro-vinz, sie drohten bey längerer Andauer eines solchenZustandes mit Abfall von Oesterreich . Sigmund wendtsich an die Schweizer/ von der Politik Ludwig XI. ihnen cntgegengeführt/ und schließt zu Konstanz denErbvercin 156)/ der in völlige Richtigkeit kam/ als

154) Bey Co mines/ wie viel jeder Kanton erhalten / undwie viel Gnadengelder die Herrn. Der Kanzler zu So-lothurn war mit 1400 Livres bestochen.

155) Bd. II. S. 8 4. 187. Bd. III. S. 102.

>56) Die Eidqenossen versprachen dem Herzog um billigenSold zu dienen, er bestätigt sie im Besitz/ ihrer erobertenLanden / und offen sollen ihnen in Kriegszeiren die vierWaldstjdte am Rhein seyn. Und wieder erklärt er siefrey von alten Pflichten gegen das Haus Oesterreich .R o r m a n n re.