Buch 
4 (1824) Die Geschichten der Stadgemeinde Zug / von Franz Karl Stadlin
Entstehung
Seite
304
JPEG-Download
 

304

-1512 meistens aber aus religiösen Gründen 79) zum Beschlußbegeistert, Ludwig Xll. zu bekriegen. In ü Tagenstand ein eidgenössisches Heer vs» 24,000 Mann schlag-fertig. ES zog über Chur und Tricnt; alle Passe wa.ren offen / überall LebenSmittel genug / und herzlicherEmpfang. Ueber die Gemüther herrscht nur die Reli-gion, oder ihre Dorwände.

DaS schönste Heer, das Italien je gesehen / lag zuVerona , erwartend, was nun der heilige Bund thunwerde. ES ergriff Unmuth die an allem entblößtenTruppen, als von allen Versprechungen keine erfülltwurde. Aber auf ernstliche Vorstellungen zahlte Ve-nedig . Der wieder frey athmende Pabst 80) schicktedurch Schinner 20,000 Dukaten. Alles war froh undeinmüthig im Feld, zu Hause auch 81). Wiederhohltfcßetie der Kardinal Schinner die gläubigen Kriegermit frommen Geschenken 82) an daö päbstlrchc Imrcsse.

79) Der aufgeklärte Zwingli selbst sah die Sacke so an.

80) Das bloße Gerückt von dem eidgenössischen Aufdruck bc-freyte fern Romainen von den Franzosen.

8t) Bern und Solorhurn schienen Fricorusgedankcn zu ha-ben; da taaten Luzern, Ury Sckwyz, Unrerwaldcn undZug zu Beckcnricd. Bald waren beyde Städte wiederfür die gemelnscharrlicke Sacke gewonnen. Der franz.Gesandte mußte daS Gebiet der Bcrner meiden.

82 ) Ei» Schwert, eine» Hut, zwey Paimer.