329
de» Befehl nicht erhielten. Das und die' Nache eines 1521beleidigten und verfchmäheten WeibeS 160) waren Ur-fache, daß daS Mayländifche für die Franzosen verlo-ren und an die Kaiserlichen üb'rgieng. Keine Waf-fenthat bezeichnete diesen sechs Wochen datierenden Feld-zug 161).
Der französische König durch die kaiserliche Besetz-1522ung dcS Mayländischen nun in seinen Staaten ange-griffen, foderte die bundeömäßigen 16,000 Mann. Erbesiegte ihren Unwille durch die schmeichelhafte Aus-zeichnung, daß er durch sie feinen Sohn aus der Taufeheben ließ 162), und ihnen erlaubte, die Hauptleuteselbst zu ernennen 162). Wieder stunden Schweizer
sich mit einem Haufe Zuger und eidgenössischen Ueber-löufern'mit Gewalt durch. S. Meisters helv. Ge-schichte rc. rc. auch seine Geschickte von Zürich .
160 ) Louise von Savoyen, Mutter des Königs. Sie beraubteihn der Ehre das Mayländische glücklich vertheidigetzu haben, indem sie die dafür bestimmten 300,000 Kro-nen lzurück- und für sich behielt. Roberts»n rc. ic.
161) Wulflins Tagebuch.
162) Durch Gesandte von Uri und Luzern . Jeder Kantonsteuerte 20 Dukaten an zwey goldene Pfenning, diedem Prinzen eingebunden wurden. Zurl. bist. milit.E. Haller hat keine Beschreibung davon gefunden.
163) WaS sonst laut Bund dem König vorbehalten war.